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Mit der Ducati DesertX neue Wege entdecken

Man nehme ein 21-Zoll-Vorderrad, Komponenten für Robustheit und Stabilität, sowie ein ansprechendes Design und schon hat man DAS Motorrad für Offroad-Freaks: Die Ducati DesertX.

Debüt feiern

2019 war es noch eine Studie, nun ist die Ducati DesertX bereit für die Serienproduktion. Erstaunlich ist hier, dass das Design kaum Unterschiede zu der vorgestellten Konzeptstudie von damals aufweist. Und so zeigt sich die neue Offroad-Maschine als moderne Neuinterpretation der Enduros aus den 80ern. Optisch besteht sie aus 3 Hauptelementen. Dazu gehört der hohe Sitz, das Windschild und die ausladende Verkleidung. Letztere baut sich maßgeblich aus dem 21 Liter großen Tank und der seitlichen Verkleidung auf. Auch die charakteristischen Doppelscheinwerfer haben ihren Platz gefunden und sind passend im Windschild untergebracht worden. Während das Heck etwas schmaler ausfällt, sorgen die farblichen Akzente für einen wilden Look. Doch die Optik ist nicht alles. Vielmehr überzeugt die neue DesertX mit Komponenten, die sich bestens für Offroad-Pisten eignen.

Vollgas auf jeder Strecke

Eine grundlegende Veränderung in Hinblick auf die Studie von vor 2 Jahren gibt es dennoch. Damals hatte man den luftgekühlten V2 vorgesehen, den die Scrambler 1100 trägt. In der Serienversion sitzt nun der flüssigkeitsgekühlte Testastretta 11° Motor an dessen Stelle. Diesen kennt man bereits aus der neuen Multistrada V2 und der Monster. Dieser Antrieb kommt mit 937 ccm und Desmodromik. In der Ducati DesertX leistet das System 110 PS bei 9.250 Touren. Das maximale Drehmoment liegt bei 6.500 U/min an und beträgt 92 Nm. Natürlich sind auch hier die Verbesserungen der vorangegangen Modelle integriert. So zum Beispiel die leichte und kompakte 8-Scheiben-Kupplung oder auch das Getriebe mit der gelagerten Schaltwalze. Somit ist nicht nur die Reibung verringert worden, sondern auch die Schaltung leichtgängiger.

Sportlich aggressiv unterwegs sein auch auf schwierigem Untergrund.

Und dennoch unterscheidet sich der Motor zur Multistrada und Monster. Denn bei der DesertX geht es vor allem um das Fahren auf der Straße und im Gelände. Hierfür hat Ducati noch einmal das Getriebe speziell angepasst. Die Übersetzung bis zum fünften Gang ist kürzer als bisher. Besonders bemerkbar ist dies im ersten und zweiten Gang. Das soll bei Fahrten in schwierigem Terrain von Vorteil werden. So können Hindernisse auch bei geringen Geschwindigkeiten leichter überwunden werden. Der sechste Gang ist hingegen länger übersetzt, was sich auf der Autobahn durchaus anbietet. Übrigens, dank des 21-Liter-Tanks sind Strecken bis zu 400 Kilometern möglich. Wer sich für den zusätzlichen 8-Liter-Zusatztank entscheidet, gewinnt noch einmal 100 Kilometer dazu. Natürlich wird es das Modell auch entsprechend für Fahrer mit einem A2-Führerschein geben.  

Erste mit 21 Zoll

Wie bereits angedeutet, setzt die Ducati DesertX auf ein 21 Zoll Vorderrad und hinten aud 18 Zoll. Die stollenbewährten Pirelli-Reifen unterstützen dabei die Lust auf aggressive Offroad-Fahrten. Passend dazu besitzt die Maschine 25 cm Bodenfreiheit, sowie einen Motorschutz. Für sicheren Stand sorgen zwei 32er-Bremsscheiben mit radial verblockten Bremssätteln in der Front. Hinten sitzt eine 27er-Scheibe mit einem schwimmend gelagertem Bremssattel. Zusätzliche Kontrolle bieten die 6 Fahrprogramme an. Die Wahl besteht hier zwischen Riding Mode Enduro, Rally, Sport, Touring, Urban und Wet. Wobei der Riding Mode Enduro speziell für Offroad-Anfänger gedacht ist, und die Leistung reduziert. Riding Mode Rally sollte besonders für erfahrene Fahrer interessant werden. Diese 6 Riding Modes können in Kombination mit den 4 Power Modes sowohl über die Leistung als auch das Ansprechverhalten des Motors entscheiden. Bei den Power Modes handelt es sich um Full, High, Medium und Low.

Längere Fahrten auf den Straßen oder auch abseits dieser sind möglich.

Entsprechend des gewählten Fahrmodus stimmen sich noch weitere Parameter aufeinander ab. So kann die Engine Brake Control, Ducati Traction Control, Ducati Wheelie Control, Quickshifter oder auch das Kurven-ABS beeinflusst werden. Das ABS lässt sich übrigens in 3 Stufen einstellen oder auch komplett ausschalten. Für den Überblick sorgt das 5 Zoll Farb-TFT-Display, welches vertikal ausgerichtet wurde. In zwei verschiedenen Designs (Standard, Rally) werden so dem Fahrer alle nötigen Informationen angezeigt. Standard gibt dabei Aufschlüsse über die Drehzahl, Geschwindigkeit, Gang, Tankstand und andere nützliche Fahrinformationen. Die Rally-Option verfügt darüber hinaus über die Trip Master Funktion. Zusätzlich kann das Smartphone verbunden oder weitere Multimediafunktionen genutzt werden. Doch trotz des grundsätzlichen Retro-Designs der Ducati DesertX besitzen die Leuchtelemente LED-Technik.

Komfort für lange Fahrten

Bei der Ergonomie hatten die Ingenieure und Designer zwei Dinge im Kopf: es muss zum einen komfortabel für lange Fahrten auf der Straße sein, und zum anderen auch beim Stehen während längerer Offroad-Fahrten. Dabei sollte die Kontrolle und das Handling ebenso weit vorne stehen. Das Ergebnis ist ein Sitz mit 875 mm Höhe, wobei ein niedrigerer Sitz und ein Tieferlegungs-Kit ebenfalls angeboten wird. Zudem ist der Innenbeinbogen besonders schmal gewählt und beim Aufsetzen sorgt das sofortige Einfedern für einen angenehmen Bodenkontakt. Allgemein zeigt sich das Chassis Layout als Kombination aus einem neuen Gitterrohrrahmen aus Stahl und speziell abgestimmten Federung Offroad-Einsätzen. So sind außerdem die 46mm-Upside Down Gabel und das Federbein in Druckstufe, Zugstufe und Vorspannung einstellbar.

Viel Bodenfreiheit, beste Federung und ein optischer Hingucker.

Neben einem zusätzlichen Tank stehen weitere Zubehörteile bereit. Doch genaueres kann man sich bis Mai kommenden Jahres überlegen. Dann soll die Ducati DesertX auch bei den Händlern stehen.

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