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Triumph Tiger 1200 in fünf kräftigen Versionen

Alles neu, leichter und zugleich stärker: Das hat die neue Triumph Tiger 1200 für 2022 zu bieten. Außerdem wird es sie dann in 5 Versionen geben.

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Nagut. Wenn man es genau nimmt, hat sich nicht ALLES verändert an der neuen Triumph Tiger 1200. Immerhin ist der Name gleich geblieben, sowie die Zahl in diesem, und zwei technische Merkmale. Aber der Rest hat eine Überholung erhalten. Was kaum zu verwundern ist, wenn man bedenkt, dass der nun Vorgänger schon vor einiger Zeit herausgekommen ist. Zumindest auf die derzeitige Schnelllebigkeit betrachtet. Bei der Neugestaltung des kräftigen Modells haben sich die Ingenieure und Designer vor allem auf die Optimierung in Sachen Gewicht, Handling und Stärke fokussiert. Doch damit man das gesamte Potential ausschöpfen und zeigen kann, was alles möglich ist, bedarf es mehreren Varianten. Und so kommt die neue Triumph Tiger 1200 gleich in 5 Versionen auf den Markt. Als GT, GT Pro, GT Explorer, Rally Pro und Rally Explorer. Doch dazu später mehr. Beginnen wir beim bekannten Modell der Tiger 1200 allgemein.

Erste Eindrücke zu der neuen Pro-Familie in ihren ebenso neuen Farben.

Seien wir ehrlich, die nun als Vorgänger abgestempelte Tiger 1200 ist gar nicht so schlecht. Besonders im Elektronik-Bereich hat sie auch jetzt noch sehr viel zu bieten. Mit Kurven-ABS, einem elektronischen Fahrwerk, Traktionskontrolle, Quickshifter, LED-Beleuchtung und vielem mehr. Was wünscht man sich für eine Reiseenduro noch? Beim neuen Modell sprechen vor allem das geringere Gewicht und das verbesserte Handling als Verkaufspunkte für sich. Immerhin wiegt die Neue 25 Kilo weniger als zuvor. Das vollkommen neue Chassis, der neue Motor und der leichtere Kardan haben maßgeblich dazu beigetragen. Genauer gesagt: die GT wiegt 240 kg, die GT Pro 245 kg, und die GT Explorer 255 kg. Des weiteren gibt es noch die Rally Pro mit 249 kg Gewicht und die Rally Explorer mit 261 kg.

Massig Power für die neuen Maschinen

Die GT in Weiß mit allem, was man braucht für eine Reiseenduro.

Bekannt aus der Speed Triple 1200 RS und RR, findet auch hier der kräftige Dreizylinder-Motor seine Verwendung. Im Vergleich zur alten Triumph Tiger 1200 ist lediglich die Anzahl der 3 Zylinder gleich geblieben. Im Rest zeigt der 1.160 ccm Antrieb mit seinen 150 PS ein neues Bild. Und ja, die Leistung ist runtergenommen worden. Doch das sollte nicht allzu schlimm sein, da das Drehmoment auf 130 Nm angezogen ist und nun schon bei 7.000 Touren anliegt. Ebenfalls neu ist die T-Plane-Kurbelwelle, die für einen unvergleichlichen Durchzug sorgen soll. In Kombination mit der außergewöhnlichen Zündfolge von 180-270-270, ergibt sich ein sattes, freudiges Bild. Außerdem ist der Motor nun auch Euro5-konform. Wie bereits angedeutet hat auch der Kardanantrieb ein Update erhalten. Statt Einarmschwinge ist jetzt eine Zweiarm-Konstruktion am Werk. All diese Änderungen haben einen enormen Gewichtsverlust und besseres Handling zur Folge, der bei allen Versionen der Triumph Tiger 1200 zu spüren ist.

Neue Elektronik mit an Bord

Die GT Pro in blauer Tönung, mit etwas mehr Ausstattung und Komfort.

Ihr wisst es bereits, schon der Vorgänger hatte einiges an elektronischen Features zu bieten. Doch es gibt in der neuen Triumph Tiger 1200 dennoch Änderungen in diesem Bereich. Neben der Verfeinerungen der bisherigen Systeme, gesellen sich auch völlig neue hinzu. So zum Beispiel das Blind Spot Radar-System, welches in den beiden Explorer-Versionen eingebaut ist. Hier arbeitet der Totwinkel-Assistent mit einem nach hinten gerichteten Radar zusammen und warnt so den Fahrer vor Gegenständen außerhalb des Sichtbereiches. Zugleich meldet sich der Spurwechselassistent, wenn ein Fahrzeug in den Weg kommen sollte und man vor hatte die Spur zu wechseln. All diese Informationen, und auch die der bisherigen Assistenzsysteme kann der Fahrer direkt über das größere 7-Zoll-TFT-Instrument einsehen. Inklusive neuem Grafikdesign und natürlich My Triumph-Connectivity.

Unterstützung in jeder Situation

Auch die GT Explorer zeigt sich in dem markanten Blau der Reihe.

Neben den Fahrassistenten stehen, je nach Modell, bis zu 6 verschiedene Fahrmodi zur Verfügung. Diese nehmen dabei Änderungen an der Gasannahme, dem ABS, der Traktionskontrolle und dem elektronischen Showa-Fahrwerk vor. Letzteres ist übrigens in allen Versionen serienmäßig vorhanden. Doch nun zum Überblick:
Die Basis bildet die Tiger 1200 GT mit den bekannten Modi Rain, Road und Sport.
Für die GT Pro und GT Explorer gibt es zu diesen drei noch zwei weitere Modi, und zwar Offroad und Rider. Letzterer erlaubt eine völlig freie Konfiguration des Fahrgefühls.
In der Rally Pro und Rally Explorer steht zusätzlich zu allen vorangegangen der Off-Road Pro Fahrmodus bereit. Dieser ist speziell für fortgeschrittene Offroader ausgelegt und schaltet sowohl das ABS als auch die Traktionskontrolle vollständig ab. Zudem kommt dieser Modus mit einer Offroad-Drosselklappensteuerung.

Triumph Tiger 1200 GT mit weniger als der Rest?

Die Rally Pro richtet sich an Offroad-Fans und trotzt dem Schlamm mit passender Matt Khaki Lackierung.

Betrachtet man die Ausstattung der 5 neuen Versionen, so fällt auf, dass die GT oftmals in der Beschreibung fehlt. Die neuen Voll- LED-Scheinwerfer mit ebenso neuem Tagfahrlicht und dem schräglagenabhängigen adaptiven Kurvenlicht ist in allen Versionen serienmäßig mit an Bord, außer bei der Triumph Tiger 1200 GT. So verhält es sich auch mit dem Quickshifter mit Blipper oder der Beranfahrhilfe „Hill Hold“. Auch die beheizbaren Griffe sind Teil jedes Modells, außer der GT. Extra sind für die GT Explorer und Rally Explorer zusätzlich beheizbare Fahrer- und Soziussitze und das TPMS Reifendruckkontrollsystem integriert. Wer sich diese Funktionen dennoch wünscht, kann diese auch als Zubehör bestellen. In Sachen Tank gibt es hingegen unveränderbare Unterschiede. So kommen die GT-, GT Pro- und Rally Pro-Variante mit 20 Litern Tankvorrat, während die Explorer-Versionen über 30 Liter verfügen.

Erkennungsmerkmal Farbe

Ähnlich zeigt sich auch die Rally Explorer in dem dunkelgrünlichen Offroad-Ton.

Anhand der neuen Farben lassen sich die jeweiligen Versionen recht gut unterscheiden. Also, wenn man zumindest die gesonderte Farbvariante wählt, und nicht unbedingt überall weiß will.
So zeigt sich die 1200 GT, wie auch die anderen Modelle in Snowdonia White. Der Unterschied liegt in den weiteren Ausführungen. So kommen die GT Pro und GT Explorer zusätzlich zum Snowdonia White auch in Sapphire Black und Lucerne Blue. Und die Rally Pro und Rally Explorer in Snowdonia White, Sapphire Black und Matt Khaki.
So verschieden wie die Farben, sind auch die Preise. Hier sollte man sich jedoch überlegen, was man alles wirklich braucht. Letztendlich stehen die Modelle ab April 2022 bei den Händlern bereit und warten nur auf die nächste Ausfahrt.

Weiterführende Links:

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