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Audi Skysphere – Reise in die Zukunft

Auf der Monterey Car Week in Kalifornien will das Audi Skysphere Concept Car Hinweise darauf geben, wo es in Zukunft hingehen soll.

Auffällig einzigartig

Um die wahrscheinlich größte Enttäuschung gleich zu Beginn zu erwähnen – das Audi Skysphere Concept Car wird nicht in Serie gebaut werden. Lediglich werden einzelne Elemente in unterschiedlicher Weise in Zukunft die Gestaltung der Modelle einfließen.

Auch von hinten ein zukunftsverheißender Anblick.

Das Show Car von Audi präsentiert sich als imposantes Modell. Zwei Meter Breite mit einer Front, die diesen Eindruck zusätzlich unterstützt. Der digitale Grill, gezeichnet von kleinen Leuchtelementen, die verschiedene Animationen ermöglichen. Die lang ausfallende Haube, wenn man sich entlang der Audi Skysphere bewegt, die bis in die Fahrzeugmitte ragt. All dies in Kombination mit monströsen Reifen auf 23-Zoll-Felgen. Den Abschluss nach unten hin bildet im äußeren Design ein starker Schweller. Während das Heck sehr spitz zuläuft und die Leuchtelemente der Front als Rückleuchten verwendet. Nach oben zeichnen Metallleisten an den Fenstern den Rahmen des Roadsters. Und schon hier sieht man eines von vielen Stilelementen, die sich in Zukunft an echten Audi-Modellen wiederfinden werden. Nämlich der digitale Grill. Dieser dient dann nicht mehr der Luftzufuhr, sondern beherbergt eine Reihe an Sensoren, Kameras, Laser, Ultraschall und Radar.

Zukunft im Innenbereich

Ein Spiel aus Eleganz und Nachhaltigkeit. Auffällig sind die nach hinten aufschwingenden Türen.

Audi zeigt mit dem Skysphere, dass Veränderungen nicht allein im Antrieb nötig sind, sondern auch bei der Gestaltung und Produktion des Innenraums. Und so verbindet der Hersteller in diesem Roadster einen fahrenden Loungesessel mit einer sportlichen Fahrmaschine. Die perfekte Verbindung aus der alten und neuen Welt. Doch das wirklich besondere am Audi Skysphere ist die variable Fahrzeuglänge. Klingt unwirklich, aber je nach Modus besitzt das Modell eine um 25 Zentimeter veränderte Länge. Das Ausgangsmaß sind 4,94 m und zeigt den „normalen“ Fahrmodus. Jedoch lässt sich per Knopfdruck der Modus auf Autonomie-Level 4 umschalten. Dies hat zur Folge, dass das Lenkrad, und die Pedale verschwinden. Ebenso wandert das Display etwas vom Fahrer weg, während die Sitze zurückfahren. In diesem autonomen Relax-Modus verlängert sich dann auch die Gesamtlänge auf 5,19 m. Binnen weniger Sekunden entsteht so aus der sportlichen Maschine eine Entspannungsoase. Das Material ist selbstverständlich komplett recycelt und aus nachhaltigem Anbau.

Noch nicht genug

Wer hätte es gedacht, Audi hat mit diesem Konzeptauto nicht alles zeigen können, was sie an Ideen haben. Deshalb stehen bereits zwei weitere Modelle auf dem Plan, die in den folgenden Monaten präsentiert werden sollen. Zum einen ist es der Grandsphere. Dieser wird eine große Coupé-Limousine darstellen und auf der IAA Anfang September auffahren. Im Vergleich zum Audi Skysphere besteht hier jedoch eine direkte Verbindung zu einem ganz speziellen Auto – dem A8. Weiterhin soll im Frühjahr dann der Urbansphere folgen mit dem Fokus auf den Stadtverkehr.
Gemeinsamkeiten liegen bei allen drei Modellen im Bereich des Innenraums, sowie der Level-4-Automation. Ebenso prägen riesige Displays das Cockpit, wie man es bereits im Skysphere erleben kann. Immerhin reicht der Bildschirm hier mit über einem Meter fast quer über die gesamte Fahrzeugbreite. Das Lenkrad wirkt beinahe rechteckig, was jedoch den Vorteil birgt, dass es sich so leichter unter dem Armaturenbrett verstecken lässt.

Im Innenbereich folgt Display auf Display.

Antrieb mal anders

Änderungen gibt es beim Audi Skysphere auch beim Antrieb. Anstatt des bekannten Allradantriebes, befindet sich nun ein Heckantrieb an Bord. So bringt ein einzelner Elektromotor Schwung in das Modell. Mit 634 PS Leistung und einem maximalen Drehmoment von 750 Nm, schafft es der Roadster in 4 Sekunden von 0 auf 100 zu beschleunigen. Für ordentlich Traktion sorgt das Akkusystem. Dieses befindet sich zu 70% hinter dem Beifahrersitz und den Ausgleich zum fehlenden Allradantriebs-Gefühl bringen. Insgesamt besitzt die Batterie eine Kapazität von 80 kWh und treibt das Concept Car knapp 500 Kilometer weit an. Den Schluss bildet das Zusammenspiel aus Vierradlenkung und veränderbarem Radstand. Das Lenken übernimmt nun ein Steer-by-Wire-System. Damit entfällt die mechanische Verbindung des Lenkrades, wobei auch unterschiedliche Übersetzungen und die Abstimmung des Lenkgefühls angepasst werden können. Ebenso kann jedes Rad einzeln angehoben oder gesenkt werden für optimalen Fahrkomfort.

Weiterführende Links:

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