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BMW und Boston Metal für CO2-freie Stahlproduktion

Boston Metal liefert ein Verfahren zur CO2-freien Stahlproduktion und die BMW Group investiert. Das Ziel des optimalen Umweltschutzes rückt immer näher.

Kooperation mit Stil

Einen weiteren Schritt Richtung Nachhaltigkeit und Umweltschutz ist die BMW Group gegangen. So investiert das Unternehmen in Boston Metal’s Verfahren zur CO2-freien Stahlproduktion. Dieses soll in wenigen Jahren in die Industrialisierung gehen und somit die CO2-Emissionen kontinuierlich senken. Besonders in den Presswerken der BMW Group setzt man auf Sekundärmaterial. Ebenso wichtig ist dem Autohersteller für geschlossene Material-Kreisläufe zu sorgen. Das bedeutet, dass Baustoffe aufgespalten und recycelt werden. Auf diesem Wege will das Unternehmen bis 2030 knapp zwei Millionen Tonnen an CO2-Emissionen im Stahl-Lieferantennetzwerk einsparen.

BMW i Ventures

Bei der Kooperation zwischen BMW und Boston Metal entstehen gleich mehrere Symbiosen. Das innovative Verfahren des Start-ups Boston Metal erhält die Finanzierung über die BMW i Ventures. Die Venture-Capital-Fonds von BMW investieren in verschiedene Start-ups aus den Bereichen des autonomen Fahrens, E-Mobilität, der künstlichen Intelligenz und vielen weiteren. Bereits bestehende Partnerschaften, verhelfen nicht nur zur Besserung der Technologie, sondern auch zu Erfahrung. Denn BMW i Ventures unterstützen von der Idee an, bis zur Umsetzung und den letztendlichen Ausbau des Unternehmens.

BMW Startup Garage

Weiterhin hat die BMW Startup Garage ihre Hände mit im Spiel. Diese ist BMW‘s Venture Client Einheit und befindet sich im dauerhaften Austausch mit tausenden Start-ups in knapp 30 Ländern. Stetig auf der Suche nach innovativen und neuen Erfindungen oder Weiterentwicklungen. Damit sichert sich die BMW Group einen Vorsprung in Sachen Innovation gegenüber ihren Konkurrenten. Die Start-ups profitieren ebenfalls, da sie ein Netzwerk im Unternehmen aufbauen, Einblicke in Automobil-Prozesse erlangen und ihre Zukunftspläne weiterentwickeln können. Die BMW Startup Garage sucht dabei gezielt Partner, die sich für langfristige Projekte eignen und dazu zählt nun auch Boston Metal.

Produktion in neuem Stil.

Boston Metal

Das US-Start-up Boston Metal bietet weltweit Metalltechnologielösungen an. Vor allem ist es auf die patentierte Schmelzoxidelektrolyse (MOE) spezialisiert. Dieses Verfahren ermöglicht es eine Vielzahl an Metallen und Legierungen kostengünstiger und umweltschonender herzustellen. Dabei achtet das junge Unternehmen besonders darauf, ihre MOE-Technologie an die Bedürfnisse ihrer Partner anzupassen. Im Falle der BMW Group bedeutet es, dass die herkömmliche Herstellung von Stahl erneuert wird. Statt Kohle, die in den Hochöfen schädliches Kohlendioxid produziert, wird einfach Strom verwendet. Mittels sogenannter Schmelzoxidelektrolyse wird Roheisen hergestellt, welches dann zu Stahl weiterverarbeitet werden kann. Nutzt man dann Strom aus erneuerbaren Quellen, so käme es zu einer CO2-freien Produktion von Stahl. Dieser ist und bleibt aufgrund seiner vielseitigen Eigenschaften unentbehrlich in der Autoproduktion. Denn auch bei E-Fahrzeugen ist es in zahlreichen Karosserien und weiteren Komponenten ein wichtiger Werkstoff. In den europäischen Presswerken von BMW werden immerhin eine halbe Millionen Tonnen Stahl pro Jahr verarbeitet.

Zukunftspläne

In den kommenden Jahren will Boston Metal Demonstrationsanlagen aufbauen. Infolgedessen soll auch das Verfahren in soweit weiterentwickelt werden, dass es Teil der Industrialisierung überall wird. Die Investition der BMW Group ist dabei hilfreich für das Unternehmen. BMW verfolgt damit vor allem ihre Ziele der Nachhaltigkeit. Bei jeder einzelnen Auftragsvergabe achten sie auf eine CO2-arme Produktion. Und das kann Boston Metal garantieren. Es schützt die Rohstoffbestände und erhöht zugleich den Anteil recycelter Rohstoffe. Sämtliche Stahlabfälle werden so wieder in den Materialkreislauf aufgenommen und wiederverwendet oder an den Stahlproduzenten zurückgeschickt, damit es zu neuem Stahl verarbeitet wird. Sekundärmaterial reduziert somit die CO2-Emissionen deutlich und reduziert zeitgleich den Energieaufwand der Herstellungsprozesse. Dies ist ein wichtiger Punkt des ResponsibleSteel. Eine Organisation, die einen Nachhaltigkeitsstandards erschaffen hat, an dem sich auch die BMW Group beteiligt hatte.

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