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Die beste Motorradjacke im Test 2021 – bester Schutz auf dem Bike

Das erste Mal ist immer etwas schwierig. Man will nichts falsch machen. Es soll nichts verrutschen oder schief gehen. Das gilt auch beim Kauf der richtigen Motorradjacke. Immerhin soll sie dich schützen und die schönste aller Sportarten zu einem langanhaltenden Erlebnis machen. Auf was du alles achten solltest, erfährst du hier. In unserem Artikel findest du die beste Motorradjacke im Test 2021! Wir klären dich über alles auf!

TOP-Features:

  • Schutz und Komfort beim Fahren
  • Kombinierbar mit Hosen
  • Aufrüstbar mit Protektoren
  • Große Ausstattung

Die wichtigsten Fakten zusammengefasst:

  • Motorradjacken sind wie eine zweite Haut und schützen dich bei Stürzen und auch vor dem Wetter.
  • Die Wahl des Materials hängt von deinen Vorlieben ab. Ob es kurze Strecken bei Sonnenschein sind, oder auch mal längere Touren oder höhere Geschwindigkeiten.
  • Mittels Reißverschlüssen lassen sich Motorradjacken auch mit passenden Hosen verbinden.
  • Viele Ausstattungsmöglichkeiten bieten ein rundum-sorglos-Paket für Reisen auf dem Bike.

Merkmale
MaterialLederjacke von ShimaTextiljacke von AlpinestarsJeansbikerjacke von RoleffMeshmotorradjacke von JETProtektorenjacke von Wildken
Schulterprotektor
Brust-Protektor
(aufrüstbar)
Rückenprotektor
(aufrüstbar)
Ellenbogenprotektor
ProtektormaterialEN 1621-2:2104 // EN 1621-1:2012Polyesterschaum-PolsterungEN 1621-1-2012k.A.Nylon // Polyurethan-Schutzplatten
Taschen
Winddicht
Wasserdicht
(imprägnierbar)
Reflektoren
Amazon-Link Shima Alpinestars Roleff JETWildken

Lederjacke von Shima – Allround-Star aus Leder

Wenn du schon einmal nach Motorradjacken gesucht hast, so wirst du sicherlich auf die zwei beliebtesten Varianten gestoßen sein. Leder und Textil. Wenn du auf Schnelligkeit, Fahrten bei schönem Wetter oder den Bikerlook stehst, dann ist Leder für dich die beste Wahl. Langlebigkeit und höchste Sicherheit vereinen sich in dem Modell von Shima. Die Hunter + ist eine Jacke, die nämlich nicht nur den Freizeitlook perfekt hinbekommt, sondern auch schützt. Die CE-gekennzeichneten Protektoren an Schultern, Ellbogen und dem Rücken sind mittels einer speziellen Technologie hergestellt worden. Diese erlaubt es dem Material sich an den Körper des Trägers anzupassen, und sich bei einem Sturz zu verhärten. Zusätzliche Schaumstoffplatten an Unterarmen und Schultern erhöhen den Schutz. Um dabei weiterhin freie Beweglichkeit zu garantieren, sind elastische Bereiche in die Jacke eingearbeitet worden. Mit wasserdichter Tasche, einem Verbindungsreißverschluss für die Kombination mit einer Hose und eingebauter Handschuhtasche punktet das Modell umso mehr. Doch Shima hat nicht nur auf eine spezielle Herstellung bei den Protektoren gesetzt, sondern auch bei den Sicherheitsnähten. Diese werden mittels besonderer Technik genäht und verhindern leichtes Zerreißen. Zu guter Letzt sorgen Stellen aus luftdurchlässigem Stoff für eine gefahrlose Lüftung und Zirkulation. Was kann man sich mehr wünschen von einer Lederjacke? Hier kannst du die Jacke kaufen.

TOP-Features:

  • Naturlederjacke, welche sich problemlos imprägnieren lässt
  • speziell hergestellte Protektoren an Schultern, Ellbogen und Rücken
  • Schaumstoffplatten und Sicherheitsnähte für mehr Schutz
  • Elastische und luftdurchlässige Stellen für mehr Beweglichkeit und Komfort

Textiljacke von Alpinestars – der Multifunktionshit aus Polyester

Die Andes V2 DRYSTAR strahlt in allen Bereichen. 100% wasserdicht, einstellbare Lüftungsöffnungen, reflektierende Details, herausnehmbare Protektoren und wasserdichte Taschen. Das sorgt nicht nur für Schutz in allen Wetterlagen, sondern bietet unschlagbare Flexibilität. Dieser Traum aus verstärktem Polyester besitzt eine Struktur, die zum Namen beiträgt. Diese DRYSTAR-Struktur wurden von Alpinestars entwickelt und bietet neben Atmungsaktivität auch Wasserdichte. Unterstützt wird die Zirkulation durch das Direct Ventilation System (DVS), was sich aus Luftöffnungen an Brust und Rücken zusammensetzt. Verdeckte Gummischnüre sichern dabei die Position, wie weit man diese Stellen geöffnet haben will. Den hauptsächlichen Schutz übernehmen die abnehmbaren Ellbogen- und Schulterprotektoren. Doch aufgepasst, bei dieser Jacke sind weder Brust- noch Rückenprotektoren im Preis enthalten. Diese lassen sich jedoch aufrüsten mit den dafür vorgesehenen Innenfächern. Weiterhin hat dieses Modell eine Auswahl an Innen- und Außentaschen zu bieten. Auch diese sind natürlich wasserdicht. Und sollte es mal kälter werden, so kann man einfach das Thermofutter einsetzen und mit dem Gurt im Bereich der Taille die Passform perfektionieren. Hier kannst du die Jacke kaufen.

TOP-Features:

  • Wasserdichtes, atmungsaktives Polyester
  • Viele Taschen und Lüftungsöffnungen
  • Herausnehmbare Protektoren an Ellbogen und Schultern

Jeansbikerjacke von Roleff – Der sommerliche Look mit Sicherheitsfaktor

Was wie eine herkömmliche Jeansjacke aussehen mag, ist ein wahres Sicherheitswunder. Die eingearbeiteten Aramidfasern stärken den sonst so leichten Stoff und bieten in Kombination mit den CE-zertifizierten Protektoren besten Schutz. In der Reihe der Roleff Racewear finden sich die Protektoren an Schultern und Ellenbogen wieder, und lassen sich ganz leicht herausnehmen und verstellen. Auch das Rückenelement kann entnommen und gegen einen zusätzlich erhältlichen Rückenprotektor ausgetauscht werden. Und wer Sorgen hat, dass der Fahrtwind durch die Jacke hindurch kommen könnte, der kann beruhigt sein. Für ein winddichtes Erlebnis sorgt die Windtex Membran. Und auch am Rücken zieht es nicht durch, da ein eingenähter Reißverschluss die Verbindung mit allen Textilhosen der Roleff Racewear Reihe ermöglicht. Mehrere Innen- und Außentaschen runden den Look der Jeansjacke ab. Hier kannst du die Jacke kaufen.

TOP-Features:

  • Leichte Jacke aus verstärktem Jeansstoff
  • Herausnehmbare Protektoren und Aufrüstmöglichkeiten
  • Winddicht dank Windtex-Klimamembran
  • Kombinierbar mit Textilhosen des Herstellers

Meshmotorradjacke von JET – Die Wahl für lockerleichten Schutz

Die lockerleichte Version der Motorradjacke gibt es auch aus Mesh. Den Schutz bieten hierbei abnehmbare Einlagen an Schultern, Ellbogen und dem Rücken. Für die perfekte Passform lassen sich die Bereiche der Taille, Arme und Handgelenke einfach einstellen. Das Polymesh Futter sorgt bei dieser Jacke für die bestmögliche Luftdurchlässigkeit, aber bietet leider keinen Schutz vor Nässe. Daher bietet sich die Meshjacke von JET am besten für kurze Fahrten bei Schönwetter an. Und sollte es mal dunkler sein, bieten reflektierende Stellen etwas Sicherheit. Hier kannst du die Jacke kaufen.

TOP-Features:

  • Panzerung an Ellbogen, Schultern und Rücken
  • Perfekte Atmungsaktivität
  • Reflektierende Details

Protektorenjacke von Wildken – Der ultimative Schutz für Offroadfans

Nicht nur auf Offroadstrecken, sondern auch bei anderen Sportarten findet dieses Modell Verwendung. Diese Jacke ist ein Mix aus atmungsaktivem Mesh und der vollen Masse an Protektoren. Dabei wiegt die Protektorenjacke von Wildken nicht einmal viel. Es wird auf Wasser- und Winddichte verzichtet und stattdessen der Schutz bei Stürzen fokussiert. Wie man unschwer erkennen kann, sind Protektoren an Schultern, Armen, Brust und Rücken angebracht. Damit diese auch richtig sitzen, gibt es an mehreren Stellen Gurte. Somit kann Bewegungsfreiheit und Sicherheit an jeden angepasst werden. Hier kannst du die Jacke kaufen.

TOP-Features:

  • Leichte Jacke mit hoher Atmungsaktivität
  • Protektoren rundherum
  • verschiedene Einsatzmöglichkeiten

Worauf solltest du achten?

Bevor wir zu allen möglichen Ausstattungen und Designs kommen, solltest du dir eine Sache immer vor Augen halten. Der Grund, warum man eine Motorradjacke kaufen und tragen sollte. Schutz. Dabei sollte nicht vergessen werden, dass Beweglichkeit immer mit einher geht.
Am besten beantwortest du für dich selbst folgende Fragen:

  • Was ist dir am wichtigsten? Design, Komfort oder doch Sicherheit?
  • Wie viel Geld möchtest du ausgeben? Teurere Produkte sind oft hochwertiger.
  • Wie sitzt die Jacke? Vor allem in verschiedenen Positionen? Bleiben die Protektoren an ihrer Stelle ohne zu Verrutschen?
  • Gibt es Besonderheiten, die du dir wünscht? Verstellbare Partien, Taschen, herausnehmbare Innenjacken, aufrüstbare Protektoren, einen Reißverschluss zum Hose verbinden?

Warum sollte man eine Motorradjacke tragen?

Schon bei kleinen Geschwindigkeiten können große Schäden entstehen. Bei einem Sturz kann es zu Verbrennungen kommen, da an verschiedenen Stellen durch erhöhte Reibung Wärme erzeugt wird. Deshalb gibt es Jacken aus Leder, hitzebeständigem Kunststoff oder Baumwolle, die dies verhindern. Weitere Stellen wie Arme, Schultern und Rücken benötigen jedoch zusätzlichen Schutz. Da helfen nur Protektoren. Egal ob fest vernäht oder herausnehmbar, Hauptsache sie verrutschen nicht. Die Sicherheit definiert sich nicht allein durch den Stoff, den du trägst oder die Anzahl der Protektoren. Entscheidend ist auch, dass du dich bewegen kannst. Fahren ohne Einschränkungen. Reagieren in Sekunden. Der Unterschied zwischen Ausweichen und Starre. Deshalb schau bei der Anprobe nicht nur auf die Dicke deiner Jacke, sondern auch auf deine Bewegungsfreiheit. Weitere Hinweise zur Anprobe findest du auch nochmal später.

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Fahrstil und Wetterlage

Motorradjacken absorbieren nicht nur viel Kraft bei einem Aufprall, sondern garantieren auch Schutz vor dem Wetter. Jedoch nur bedingt. Um zu vermeiden, dass du unnötig viel schwitzt oder sogar frierst, gibt es vielfältige Optionen. Genauso wenig sollst du durchgenässt wieder zuhause ankommen. Aber auch dein Fahrstil spielt in dieses Szenario mit ein. Wird es eine Sonntagsfahrt mit Kumpels, so wirst du eventuell höheren Wert auf Komfort und Atmungsaktivität setzen, die sich in einer Textiljacke finden. Denn bepackt mit vielen Taschen, herausnehmbaren Innenjacken und variabel einsetzbaren Protektoren, ist sie so vielfältig wie die Gespräche im Biergarten. Fährst du aber stattdessen auf der Rennstrecke, so ist die Lederkombi definitiv die sicherste Variante.

Die Frage aller Fragen: Leder oder Textil?

In vielerlei Hinsicht hat sich Leder über die Jahre bewehrt. Es ist robuster, abriebfester und länger haltbar. Jedoch sprechen auch einige Vorteile für die textile Alternative.
Vorab die wichtigsten Punkte:

Sicherheit

  • Protektoren an Schultern-, Rücken- und Ellbogen einsetzen
  • Qualität der Protektoren beachten
  • Reißverschlüsse und Nähte genauer betrachten

Passform

  • enganliegend, und doch genügend Bewegungsfreiheit
  • textile Jacke eng schnallen, um Flattern zu minimieren

Fahrstil

  • Alltag: Textiljacke oder leichte Lederjacke
  • Rennstrecke: Lederjacke

Lederjacken

Lederjacken werden vorrangig aus Rinds- oder Känguruleder hergestellt. Wobei Känguruleder zug- und reisfester ist als das vom Rind. Somit erreicht man bei 1mm Dicke die gleiche Stabilität, die Rindleder bei 1,4mm besitzt. Ab diesen Werten ist das Material auch robust genug, um Aufpralle ausreichend abzufedern. Je dicker das Leder umso besser. Besonders hochwertige Modelle bestehen aus hydrophobiertem Leder, welches wasserabweisend ist und dennoch atmungsaktiv bleibt.
Allgemein sind Motorradjacken aus Leder sehr anpassungsfähig. Denn mit der Zeit legt sich die Jacke dem Fahrer perfekt wie eine zweite Haut an, und bietet neben dem perfekten Sitz auch den optimalen Schutz.

VorteileNachteile
AerodynamischWeniger atmungsaktiv
Besserer SchutzSchwer
Sitzfeste ProtektorenBedingte Regentauglichkeit
Lange HaltbarkeitSchützt weniger vor Kälte
AbriebfestWarm bei hohen Temperaturen
Altert mit und passt sich an Fahrer anGewisser Pflegeaufwand

Was Leder so beliebt macht, ist dass es einen Sturz oder Streifen auch überstehen kann. D.h. in einigen Fällen musst du dir nicht gleich wieder eine neue Motorradjacke kaufen. Zudem sind die Protektoren fest eingearbeitet, und verrutschen nicht bei Bewegungen oder Stürzen. Jedoch brauchen Lederjacken oftmals eine wasserdichte Außenschicht, oder man zieht sich eine Regenjacke darüber. Hingegen bei starker Hitze kann sich das Leder schnell aufheizen, sodass es sehr warm darin werden kann. Viele Belüftungsmöglichkeiten gibt es nicht.

Die verschiedenen Modelle

Leder (klassisch)
Beim genaueren Hinsehen, fällt dir sicher auf, dass manche Motorradjacken schlicht und schwarz sind. Diese punkten damit, dass man sie auch sehr gut auch abseits des Bikes tragen kann.

Leder (sportlich)
Im Gegenzug dazu gibt es enganliegende Jacken, die sich wie eine zweite Haut um den Körper legen. Mit vorgeformten Ärmeln, die vorrangig für Hochgeschwindigkeitsfahrten ausgelegt sind, und auch bei aggressiven Fahrpositionen Schutz bieten. Solltest du also auf kurvenreiche Landstraßen stehen, dann ist dies definitiv eine gute Wahl.

Einteiler/Zweiteiler
Die vorher erwähnten hohen Geschwindigkeiten lassen sich auch auf der Rennstrecke ausüben. Hier bevorzugen viele Fahrer Einteiler, wohingegen die Landstraßen-Fahrer eher den Komfort und die Flexibilität der Zweiteiler genießen. Vor allem, weil sich verschiedene Jacken und Hosen gekonnt miteinander kombinieren lassen.

Textile Motorradjacken

Vielfältigkeit gepaart mit Leichtigkeit. Textile Motorradjacken bestehen aus zwei Schichten. Einer äußeren, die meist mit Kevlarfasern verarbeitet wird, und einer inneren Membran, die für Wasserdichte und Atmungsaktivität sorgt. Variabel einsetzbare Protektoren und herausnehmbare Innenjacken sorgen ebenfalls für vielfältige Einsatzmöglichkeiten im Sommer und Winter. Weiterhin punkten sie mit vielen Belüftungsöffnungen, viele Taschen, Reflektoren, und einstellbaren Maßen.

Wasserdicht dank Natur. Wie auch in anderen Bereichen des Lebens hat man sich hier die Eigenschaften der Lotusblüte zum Vorbild genommen. Schmutz haftet nicht an den Poren, und Wasser perlt ab. Sollte sich doch mal etwas härterer Dreck auf der Jacke befinden, kann sie auch einfach mit in die Waschmaschine geworfen werden. Doch achte bitte immer auf die Angaben im Etikett.

Fahren an heißen Tagen? Auch kein Problem. Im Vergleich zu Lederjacken sind Textiljacken atmungsaktiver und besitzen mehr Lüftungsöffnungen. Diese kannst du leicht öffnen und genauso schnell wieder schließen. Doch auch an kühleren Tagen fehlt es nicht an zusätzlicher Isolation. Da sie eingearbeitetes Innenfutter besitzen und dich somit wunderbar warmhalten können. Durch Gurte kannst du dann die perfekte Weite einstellen. Denn gerade die richtige Passform ist das A und O bei diesen Jacken. Warum genau erfährst du, wenn es um die Anprobe geht

VorteileNachteile
AlltagstauglichProtektoren rutschen leicht
AtmungsaktivNicht so abriebfest
WasserdichtGeringere Aerodynamik
LeichtAufblähen und Flattern im Wind
WaschmaschinentauglichWeniger lange haltbar

Trotz ihrer zwei Schichten ist eine Motorradjacke aus Textil nicht so robust oder stabil wie die Versionen aus Leder. Deshalb wirst du auch keine textile Jacke für die Rennstrecke finden. Protektoren sind meist nicht vorher enthalten, weshalb du immer darauf achten solltest, dass du passende findest und dies im Preis mit bedenken. Auch können diese Protektoren leichter verrutschen und bürgen die Gefahr im Falle eines Unfalls nicht an den Stellen zu schützen, an denen es notwendig wäre. Zudem neigen sie dazu sich aufzublähen bei Wind und zu flattern. Deshalb ist die richtige Passform umso wichtiger.

Die verschiedenen Varianten

Textil (sportlich)
Ähnlich dem Modell aus Leder, doch um einiges funktionaler. Wasserdicht, leicht, verstellbar und atmungsaktiv. Doch auch nicht so sicher im Falle eines Sturzes.

Textil (adventure)
Ein Allrounder, der sich vielfältig ausstatten lässt und Fahrten aller Art komfortabel macht. 

Anprobe – Tipps und Empfehlungen

Wenn du eine Auswahl an Jacken getroffen hast, heißt es nun: Anprobieren.
Egal, ob online oder im Geschäft, es bieten sich immer Möglichkeiten die perfekt sitzende Motorradjacke zu finden. Solltest du im Internet eine Jacke suchen, dann schau in die Größentabellen und miss dich entsprechend den Angaben genau aus. Zusätzlich gibt es oftmals ein Rückgaberecht, sodass auch hier keine Probleme entstehen sollten. Für welche Option du dich auch entscheidest, ein paar Dinge solltest du bedenken, wenn du deine Motorradjacke anprobierst.

Zuallererst solltest du dir anschauen, wie deine Jacke verarbeitete wurde. Achte hierbei auf Doppelnähte, eine ausreichende Lederstärke sowie die Qualität der Protektoren. Niedrige Preise entstehen oft durch Einsparungen am Material. Dadurch bietet sich ein geringerer Schutz für dich und deinen Körper.

Passform
Deine Motorradjacke sollte unbedingt enganliegend sein. Nicht zwicken oder drücken, aber auch nicht Falten schlagen. Deine Bewegungsfreiheit muss vollständig gegeben sein, doch die Jacke soll dich auch schützen. Um dies vollwertig prüfen zu können, nützt es natürlich nicht die Jacke nur in der Kabine oder zuhause vor dem Spiegel anzusehen. Du musst raus. Auf ein Bike. Am besten dein eigenes. Im Store steht eventuell ein Motorrad, auf welchem du die Position während der Fahrt nachempfinden kannst. Zuhause schwingst du dich am besten gleich auf dein eigenes Baby.

Wenn du dich nun auf dem Motorrad deiner Wahl befindest, solltest du auf folgende Stellen achten:

Ärmellänge
Sind die Ärmel zu lang, zu kurz oder genau richtig?
Am besten bedecken die Ärmel jegliche freiliegende Haut. Jedoch sollten diese auch nicht zu lang sein, weil sonst die Passform deiner Handschuhe beeinträchtigt werden könnte. Bestenfalls gehen die Ärmel bis unter die Stulpen der Handschuhe. Denn vergiss nicht, im Falle von Textiljacken könnten die Innenjacken die Dicke noch verändern. Vorzugsweise befindet sich eine Weitenverstellung an der Ärmelöffnung, damit du diese einstellen kannst.

Protektoren
Ganz wichtig: Die Protektoren dürfen nicht verrutschen. Weder bei Bewegungen noch bei einem Sturz. Denn dann verlieren sie ihren Sinn. Protektoren schützen im Falle eines Sturzes. Dämpfen Aufprälle, absorbieren Schläge, verteilen die Aufprallenergie auf eine größere Fläche. Vor allem an Stellen wie Schultern, Knien und Ellbogen solltest du darauf achten, dass sie eng am Körper sitzen und nicht verrutschen können.
Dies kannst du testen, wenn du dich auf dem Bike befindest, und jemanden bittest die Protektoren zu testen. Wenn sie sich bewegen, kannst du sie eventuell enger schnallen. Ansonsten ist die Jacke zu groß.

Oberkörper
Hier sollte die Jacke ebenfalls eng anliegen. Sollten herausnehmbare Innenjacken integriert sein, dann wäre die Verstellbarkeit der Motorradjacke wichtig. Denn je nachdem, ob du die Innenjacke montiert hast oder nicht, solltest du die Passform abändern. Teste die Jacke unbedingt mit und ohne Innenjacke, damit die Protektoren in beiden Fällen festsitzen und die Jacke nicht zu sehr flattert. Ist die Jacke zu groß, spürst du es daran, dass sich die Jacke nach oben drückt und die Schultern sich heben, wenn du auf dem Bike sitzt. Probiere dann eine kleinere Größe oder einen anderen Schnitt.

Futter
Wie es auch bei den Protektoren wichtig sein wird, sollte darauf geachtet werden, dass das Futter nicht verrutschen kann. Ansonsten kann es zu Schürfwunden und Verbrennungen kommen. Am besten ist das Futter fest mit dem Leder verbunden.

Nähte/Garn
Die Schwachstellen jeder Kombi sind die Nähte. Hier gilt, je weniger Nähte, desto sicherer. Dekorative Elemente sollten immer nur aufgenäht sein, und nicht Teil des Hauptleders. Vor allem in sturzgefährdeten Zonen sollten Sicherheitsgarne verwendet werden.

Stretch
Um gegen Vorurteile eingeschränkter Beweglichkeit anzukommen, sind mittlerweile auch Modelle mit Stretch erhältlich. An Stellen wie Schultern, Knien, Waden oder dem Rücken werden Lederstretche eingearbeitet, während an den Innenarmen, Kniekehlen und Lenden Textilstretch genutzt wird. Durch die Verwendung von Aramid- oder Kevlarstretch garantieren Händler eine genauso hohe Abrieb- und Reißfestigkeit.

Auf die richtige Pflege kommt es an

Zugegeben, Motorradjacken aus Leder sind hier etwas aufwendiger in der Pflege als jene aus Textil, aber dennoch sollte man beide immer in Form behalten. Doch das aller wichtigste – Beachtet immer die Anweisungen im Etikett der Jacke

Lederpflege

#1 Imprägnierung
Dies sorgt dafür, dass das Leder wasserabweisend wird, da nicht jede aus hydrophobiertem Leder besteht. Achtet bitte darauf, dass manche Jacken bereits imprägniert sind, und diese in dem Fall nicht imprägniert werden sollten. Es gibt verschiedene Varianten an Imprägniersprays. Aus Wachs oder Fett, welche sich auch negativ auf die Haltbarkeit, den Glanz oder Geruch der Lederjacke auswirken können. Wobei Sprays mit Polymeren das Leder und dessen Eigenschaften schützen. Aller paar Wochen bzw. Monate sollte man seine Jacke neu imprägnieren.

#2 Politur
Sollte deine Jacke an Glanz verloren haben, dann können Polituren helfen. Diese sind speziell für Glattlederjacken entworfen worden. Jedoch sollte man nicht zu oft zu diesen greifen, und bei Wildleder komplett darauf verzichten.

#3 Salzablagerungen entfernen
Ob durch Schweiß oder die Umwelt, es kann jederzeit zu Ablagerungen von Salz auf dem Leder kommen. Dafür musst du nur rechtzeitig mit einem feuchten Tuch über das Leder wischen, damit Schäden verhindert werden können. Danach einfach an der Luft trocknen lassen und Conditioner nutzen.

#4 Conditioner
Während wir uns gegen trockene Haut eincremen, braucht deine Jacke genau dieselbe Pflege. Da Leder nichts anderes als tierische Haut ist, verliert auch dieses mit der Zeit ihre schützende Ölschicht. Diese Schicht bewahrt die Jacke vor Brüchen und Austrocknen. Doch hier ist Vorsicht geboten. Zu viel Öl oder Fett verstopft die Poren und könnte zu Farbveränderungen führen. Und bitte ausschließlich Conditioner nutzen, der speziell für Lederjacken hergestellt wurde.

#5 Abstauben
Einfach ein Tuch oder eine weiche Bürste zur Hand nehmen, und leichten Schmutz vom Leder entfernen.

#6 Reinigungsanleitung beachten
Schau bitte immer auf das Etikett deiner Jacke. Solltest du dir doch unsicher sein bei all den spezifischen Anforderungen, kannst du deine Lederjacke natürlich auch in eine Reinigung geben.

Textiljackenpflege

Bei der Pflege von Textil-Motorradjacken solltest du am besten auf das Etikett schauen. Darauf findest du alle spezifischen Pflegehinweise des Herstellers. Viele sind waschmaschinentauglich, und lassen sich mit Feinwaschmittel im Schongang reinigen. Niemals schleudern lassen, weil so viele der Membranen und Fasern kaputt gehen könnten. Und auch hier das richtige Auslüften und Trocknen nicht vergessen. Wenn möglich zu starke Sonneneinstrahlung vermeiden. Und nach ungefähr drei Waschgängen auch diese Jacke wieder imprägnieren.

Das passende Zubehör

Protektoren
Schutz für Schulter, Rücken, Brustkorb, Ellenbogen.
Es ist nicht nur wichtig, dass sich die Protektoren an der richtigen Stelle befinden, sondern auch dass diese eine gute Qualität besitzen. Sitzt der Protektor richtig, aber bricht sofort, ist dir nicht viel geholfen. Um dies zu verhindern, befindet sich ein Prüfzeichen auf den Protektoren. Achte auf das ‚CE-Prüfzeichen‘. Dieses bestätigt die Prüfung nach europäischer Norm 1621. (1621-1 für Gelenke, und 1621-2 für Rücken) Und auf die Sicherheitsklassen (Level 2 bietet höheren Schutz als Sicherheitslevel 1).
Danach schaust du am besten nach der Dicke der Protektoren. Hier gilt: Je dicker, desto besser. Denn, je dicker, desto mehr Energie kann auf die Fläche verteilt werden, und du spürst weniger vom Aufprall. Dein Gelenk sollte vollständig umschlossen sein, und (in Lederjacken) fest fixiert sein. Taschen sollten fest mit dem Leder verbunden sein, statt nur mit dem Futter, um mehr Schutz zu bieten. Achte außerdem darauf, dass dein Rücken vom ersten oberen Brust- bis zum untersten Lendenwirbel bedeckt ist. Sollten keine Protektoren integriert sein, rüste nach und schaue auf die richtige Größe.

Weite variabel einstellbar
Entweder durch Klettverschlüsse, Schnallen oder Knöpfe lassen sich Jacken individuell einstellen. Dadurch lässt sich die Passform an Armen, Oberkörper und am Hals perfekt einstellen auf dich. Zudem ist diese Möglichkeit praktisch, wenn du Innenjacken trägst. Damit weiterhin 100%iger Schutz garantiert ist.

Innenjacken (Thermo, Regen)
Um auf deinem Motorrad nicht zu frieren, gibt es Thermojacken. Diese lassen sich mühelos in die Textiljacken einsetzen. Für einwandfreien Wasserschutz kann man dann zu Regenjacken greifen. Diese gibt es in manchen Fällen optional zur Motorradjacke dazu. Immerhin muss diese über deine schützende Jacke passen. Falls nicht, könnt ihr auch selbst nach Varianten schauen. Aber vergesst nicht auf die Passform zu achten.

Lüftungsöffnungen
Wenn es heiß wird, bietet es Rettung. An verschiedenen Stellen bieten Hersteller Luftöffnungen an, die sich leicht öffnen aber auch verschließen lassen.

Taschen
Taschen über Taschen. Hier sind dir kaum Grenzen gesetzt. Such dir Modelle aus, die dich glücklich stimmen. Am besten sind diese wasserdicht.

Verdeckte Reißverschlüsse
Um Kratzer zu verhindern, gäbe es die Möglichkeit, dass Reißverschlüsse mit Gummi oder Stoff abgedeckt wurden. Hinzu kommt, dass dadurch ein erhöhter Schutz vor Wind und Regen gegeben ist.

Verbindung Hose-Jacke
Manche Jacken besitzen einen Reißverschluss am unteren Rückenteil. Mittels dieses Reißverschlusses lässt sich deine Jacke mit einer passenden Motorradhose verbinden. Dabei wäre es empfehlenswert einen Reißverschluss zu haben, welcher nicht nur ein paar Zentimeter Länge beträgt, sondern um den gesamten Rücken verläuft. Dieser sollte außerdem mit dem Leder verbunden sein und nicht mit dem Futter.

Weitere Alternativen

Mesh Motorradjacken
Gerade an heiß-schwülen Sommertagen siegen die Motorradjacken aus Mesh. Sie erhöhen die Abriebs- & Rutschfestigkeit, sowie den Schutzfaktor um einiges. Elastische und biegsame Protektoren sind meist integriert an Ellenbogen und Schultern. Diese können sich perfekt an den Körper anpassen, doch vergesst dabei nicht den Rückenprotektor. Wenn sich am Rücken nur ein schaumstoffähnlicher Stoff auffinden lässt, muss man zusätzlich einen Protektor bestellen, da dieser Stoff nicht allein ausreicht um ausreichend Schutz zu gewährleisten. Gleich der textilen Version gibt es auch hier viele Taschen, die wind- und wasserfest sein können.

Jeans Jacken
Der sommerliche Look einer Jeans-Jacke lässt sich auch mit Motorrad-Fahren verknüpfen. Hierbei schützen dich neben den herausnehmbaren Protektoren auch die eingearbeiteten Aramidfasern. Winddicht geht es dank einer Klimamembran und der verdeckte Reißverschluss vollendet den typischen Look. 

Protektorenjacken
Wie der Name schon verrät, besteht diese Jacke förmlich nur aus Protektoren. Dadurch ist sie leicht und schenkt Komfort. Eine hohe Luftzirkulation wird durch das Netzgewebe ermöglicht, auf dem sich die schützenden Protektoren befinden. Damit diese nicht verrutschen, kann man mithilfe von Stretch und Gurten die Passform der Jacke auf sich anpassen.

Fazit

So unterschiedlich deine Bedürfnisse auch sein mögen, so findet sich doch immer eine passende und vor allem sichere Lösung. Es spricht auch nichts dagegen sich mehrere Jacken anzueignen, sodass du in jedem Fall gewidmet bist. Am Ende gilt: sicher fahren, lange fahren.

Hast du eigentlich schon von der neuen Motorrad Jogginghose gehört?

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