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Arbeiten im Home Office – Tipps für mehr Produktivität

Du willst dich selbständig machen, möchtest aber gleichzeitig die Kosten für ein externes Büro umgehen? Du wirst vom Arbeitgeber zwangsweise zur Heimarbeit verdonnert, weil plötzlich eine Pandemie ausbricht? Das Arbeiten im Home-Office kann für jemanden, der es nicht kennt, zur Bewährungs- und Geduldsprobe werden.

Home-Office ist manchmal tückisch

Im Normalfall geht jeder Mensch zur Arbeit, arbeitet, kommt nach Hause und kann sich dann um sein Privatleben kümmern. Dazu gehört neben dem Kochen auch noch der Abwasch, Einkäufe oder eventuell die Kinderbetreuung. Den ganzen Tag lang musst du dir darüber generell keine Gedanken machen, doch am Abend stehst du vor der privaten Arbeit. Doch was ist, wenn du plötzlich von Daheim arbeiten darfst oder sogar musst? Was ist, wenn du den Abwasch oder den Berg an Wäsche kontinuierlich vor Augen hast? Schnell wecken kleine Teile deiner Wohnung den Profi-Prokrastinateur in dir.

Doch lass dir gesagt sein, dein ewiges „Aufgeschiebe“ der Arbeit wird dich am Ende der Woche oder schon am Ende des Tages in den Wahnsinn treiben. Du hast Arbeit vor dir, die erledigt werden muss. Als Selbständiger kann dich das am Ende des Monats nicht nur den Kunden, sondern auch deine Wohnung kosten. Wenn du nicht arbeitest, dann verdienst du nunmal kein Geld und das solltest du dir immer vor Augen halten.

Aller Anfang ist schwer

Ich bin selbst mittlerweile seit 10 Jahren selbständig und auch für mich waren die ersten Monate eine Herausforderung. Der Fernseher und das Sofa waren manchmal erheblich angenehmer, als das notwendige Geld zum Leben zu verdienen. Schnell verfällt man in den Gedanken: „Was ich heute nicht schaffe, mache ich morgen eben zusätzlich“. Doch setzt sich dieser Gedanke sehr lange fort und was bleibt ist Stress. Dieser Stress wird dich im Laufe der Remote-Arbeit, egal ob selbständig oder angestellt, irgendwann innerlich auffressen. Darum lerne direkt von Anfang an feste Regeln und Arbeitszeiten zu deklarieren.

In diesem kurzen Beitrag möchte ich dir einige Tipps und Möglichkeiten aufzeigen, wie ich das Home-Office für mich erträglich gemacht habe.

Tipps für das Arbeiten im Home-Office

Die folgenden Tipps sind keine „Profi-Tipps“, sondern meine Vorgehensweisen, seitdem ich selbständig bin. Bisher bin ich damit immer gut ausgekommen, sodass ich meine Arbeit immer im notwendigen Zeitraum fertigstellen konnte.

  1. Tipp: setz dich sofort an die Arbeit!
    1. Wenn ich früh aufstehe, setze ich mich natürlich nicht sofort an den PC. Der erste Gang zur Kaffeemaschine darf und muss für mich früh immer sein. Erst wenn ich den ersten Kaffee in der Hand halte, setze ich mich damit an den Computer. Und hier tritt die erste Hürde auf: Nachrichten/News lesen vs. mit der Arbeit anfangen. Denke daran, du hast keinen Arbeitsweg vor dir, je eher du anfängst, desto schneller bist du fertig und hast mehr vom Tag! Genieße in Ruhe deinen Kaffee und erledige die ersten Arbeiten! Lass News-Seiten, Facebook & Co. einfach links liegen. Nutze die Mittagspause, um dich zu informieren oder private Nachrichten zu verschicken. Im besten Fall bist du bis Nachmittags mit deiner Arbeit durch.
  2. Erledige deine Hausarbeit am Tag zuvor – natürlich Abends!
    1. Lass dein Geschirr vom Vortag nicht in der Spüle zurück! Nehme deine Wäsche ab, hänge sie auf oder erledige deine Einkäufe, genauso als wärst du soeben von deiner Arbeit gekommen. Versuche nicht deine wichtigen Erledigungen in den Tag zu ziehen, denn hier stecken häufig fiese Zeit-Killer. Der Einkauf, der Abwasch und auch die Wäsche können schnell 2-3 Stunden deiner Zeit rauben. Der Gedanke: „Dann arbeite ich am Abend“ kann in vielen Fällen tückisch werden, denn Abends ist nach Einbruch der Dunkelheit oft die Lust und Energie raus. Manchmal kommt auch etwas Privates dazwischen oder du entscheidest dich dafür zum Sport zu gehen.
  3. Frische Luft ist WICHTIG!
    1. Du sitzt den ganzen Tag am Schreibisch, schreibst Texte oder wühlst dich durch Excel-Tabellen? Das kann sich schnell auf deine Hirn-Leistung auswirken! Wie wir alle wissen, kann frische Luft und das Ankurbeln des Kreislaufs durchaus weiterhelfen. Wenn bei mir eine Blockade einsetzt, gehe ich einige Minuten vor die Tür. Wichtig hierbei ist, dass du dich sportlich nicht völlig auspowerst, sondern nur ein wenig frische Luft tankst. Gehe 10 bis 20 Minuten spazieren und genieße die Sonne (wenn vorhanden). Wichtig für Sport-Neulinge: Power dich am Tag nicht zu sehr aus. Die Energie kann dann im Laufe des Tages während der Arbeit fehlen.
  4. Schalte deinen Kopf aus!
    1. Eines meiner größten Probleme waren häufig meine eigenen Gedanken. Ich habe mich selbst oft dabei ertappt, wie ich an Dinge gedacht habe, die während der Arbeit völlig fehl am Platz sind. „Was koche ich heute Abend“, „Welches Projekt gehe ich demnächst an“ oder „Hab ich noch genug Schlüpper im Schrank“. Doch sind das alles Themen, die während deiner Arbeit fehl am Platz sind, denn darüber nachzudenken reicht auch noch am Abend. Sofort wirst du damit nicht aufräumen können, doch versuche diese Gedanken immer weiter in deine „arbeitsfreie“ Zeit zu schieben.
  5. Mache Pausen und Feierabend!
    1. Ein wichtiger Punkt, vor allem für Selbständige ist, dass man Pausen und einen Feierabend einführen sollte. Dies wird in der Anfangszeit deiner Selbständigkeit häufig nicht so einfach sein, doch im Laufe der Zeit solltest du dir feste Zeiten setzen. Mittlerweile fange ich um 8 Uhr Morgens an und höre spätestens um 18 Uhr mit der Arbeit auf. Zwischen 12 Uhr und 12:30 lege ich mir in den meisten Fällen meine eigene Mittagspause.
  6. Halte dir immer die Konsequenzen vor Augen
    1. Wenn du jetzt nicht deine Arbeit erledigst, wirst du nächsten Monat nicht nur hungern, sondern auch noch auf der Straße sitzen. Wenn du Aufträge hast, dann erledige diese auch! Hast du ein wenig Puffer aufgebaut und keinen Stress, kannst du diesen Punkt etwas weiter in den Hintergrund rücken. Lebst du aber von Monat zu Monat, hast du nur die Möglichkeit zu arbeiten. Schau dir zwischenzeitlich deinen Kontostand an und bedenke, dass das Ende des aktuellen Monats schnell wieder da sein kann. Getreu nach dem Motto: „Warum ist vom Ende des Geldes noch so viel Monat übrig“, denn essen musst du auch noch.
  7. Entferne deinen Fernseher, Konsolen und andere Ablenkungen aus deinem Umfeld!
    1. In der Pause schnell eine Folge der Lieblingsserie schauen? LASS ES! Du wirst es bereuen, denn der Cliffhanger wird dich „triggern“. Und sollte es nicht das Ende der Folge sein, dann zeigt dir dein Sofa, wie gemütlich es sein kann. In der Mittagspause solltest du dich mit deinem Essen an deinen Tisch setzen und die wohlschmeckende Mahlzeit verspeisen. Dein Handy kann dir dann erstmalig als Informationsquelle dienen. Ich habe mich in manchen Zeiten schon selbst dabei ertappt, dass aus der 30-minütigen Mittagspause schnell 2 Stunden wurden.
  8. Musik kann helfen!
    1. Eine große Hilfe im Home-Office ist für mich die Musik. Allerdings bin ich der Typ Mensch, der für die kreative Arbeit ruhige Musik benötigt. Soundtracks, Klassik oder andere Kunststücke sind für einige Arbeiten häufig sinnvoller als lyrische Dichtkunst manch eines Künstlers.
  9. Suche dir einen Mentor/Kollegen/Motivator
    1. Wie beim Sport, kann auch ein „Drill-Instructor“ beim Arbeiten helfen. Jemand, der dir mal so richtig hart in den Allerwertesten tritt oder dich positiv anspornt, doch mal deine vier Buchstaben hoch zu bekommen. Ich habe mich selbst in der Anfangszeit häufig mit anderen Selbständigen ausgetauscht. Vor allem als Selbständiger ist man darauf aus, erfolgreicher zu sein, als der Mitbewerber. Durch diesen kleinen Trick, kannst du dich selbst schnell motivieren!

DAS WICHTIGSTE! Dein Arbeitsplatz!

Dein Kopf spiegelt sich manchmal schnell auch in deiner Wohnung oder an deinem Arbeitsplatz. Du kannst nicht vernünftig arbeiten, wenn deine Wohnung oder wenigstens dein Büro aufgeräumt und übersichtlich ist. Sorge für Ordnung und Sauberkeit in deinem Home-Office. Befindet sich dein Schreibtisch in deinem Wohnzimmer, dann richte dir eine kleine, gemütliche Arbeitsecke ein, in der du dich wohl fühlst. Ich bin „Gamer“ und mag persönlich Merch sehr gerne. Aus diesem Grund habe ich meine Office-Ecke ein wenig in diese Richtung „geschmückt“.

Richte dir eine gemütliche Arbeits-Ecke ein, in der du dich wohl fühlst.

Du packst das!

Das Arbeiten im Home-Office kann wirklich fies sein. Wichtig ist immer, dass du an dich glaubst! Du darfst niemals das Gefühl haben, dass du versagst oder dass du etwas nicht kannst. Du musst dich auch im Home-Office immer selbst motivieren und dir klare Aufgaben aber auch Grenzen setzen. Rom wurde auch nicht an einem Tag erbaut, also gehe nicht davon aus, dass du die Selbstmotivation schon nach einem Tag perfekt beherrscht. Und wichtig ist auch, dass du dich nicht unterkriegen lässt, wenn es einmal nicht so funktioniert, wie es soll.

Bist du schon seit längerer Zeit im Home-Office oder selbständig? Wie motivierst du dich? Schreibe es gerne in die Kommentare und helfe anderen Menschen dabei, sich besser zu konzentrieren.

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