Samsung Galaxy S5 Beitragsbild

Test/Testbericht: Samsung Galaxy S5



Der Smartphone-Markt brodelt aktuell kräftig. Gerade im Bereich der High-End-Smartphones werden viele neue Produkte veröffentlicht. Alle bekannten Größen wie Apple, Sony, LG, HTC und natürlich Samsung haben in der letzten Zeit ihre neuen Modelle vorgestellt. Bei uns geht es heut um Samsung, speziell das Samsung Galaxy S5. Samsung hat sich für das S5 neue Ziele gesetzt. Das neue Samrtphone soll noch sicherer, noch effizienter und noch interaktiver sein.  Außerdem lockt Samsung mit einem wasserdichten Gerät nach IP67 -Standard, welches trotzdem eine abnehmbare Rückseite sowie wechselbaren Akku hat. Herzfrequenzsensor, Download-Booster, ultra schneller Autofokus oder auch Fingerabdruckscanner, die Liste der interessant klingenden Features scheint nicht enden zu wollen. Ob das alles viel Wind um nichts ist oder ob Samsung ein neues Super-Smartphone gelungen ist, erfahrt ihr in unserem Test

Technische Daten:

  •  Qualcomm Snapdragon 801 mit 2n45 GHz
  • 2048 MB RAM
  • Adreno 330 GPU mit 578 MHz Chiptakt
  • 5,1″ Display mit einer Auflösung von 1920×1080 Pixeln
  • WLAN 802.11 a/b/g/n/ac, Bluetooth 4.0, Quad-GSM, UMTS, LTE
  • Android 4.4
  • 16 MP Kamera

Gehäuse:

Samsung Galaxy S5 1
Samsung Galaxy S5 8

Im Vergleich zum Galaxy S4 ist das neue S5 kein Meilenstein. Das Design hat sich nur wenig geändert und das Gerät ist ein paar Millimeter größer. Wer Samsung kennt, erwartet aber in diesem Bereich auch keine zu großen Veränderungen. Denn warum etwas ändern, was gut funktioniert. Das Galaxy S5 könnte man in Bezug auf das Gehäuse als verbessertes S4 beschreiben.

Wer sich für das Galaxy S5 entscheidet, hat die Wahl, ob er sein Gerät in Schwarz, Blau, Gold oder doch lieber Weiß möchte. Bei der weißen Variante muss man jedoch dazu sagen, dass es sich um ein Perlweiß handelt und dieses je nach Lichteinfall einen Perlmutschimmer auf der Rückseite besitzt.  Die Oberfläche der Rückseite besitzt kleine Vertiefungen und soll für bessere Griffigkeit sorgen. Die Fachpresse hatte schnell ein Wort dafür gefunden und betitelte diese Form als Golfballoberfläche. Die Meinungen gehen bei solchen Oberflächen oft auseinander. Die einen finden es optisch schrecklich, die anderen haben sich genau so etwas gewünscht. Doch das liegt im jeweiligen Auge des Betrachters. Wie bei den bisherigen Samsung-Smartphones lässt sich die Rückseite des Gerätes entfernen. Dadurch erhält man Zugang zum Akku, SIM-Slot und Micro-SD-Slot. Wir freuen uns, dass Samsung sich hier nicht an anderen Herstellern orientiert hat, welche vermehrt fest verbaute Rückseiten einsetzten. Denn so kann man im Falle eines defekten Akkus schnell selber für Ersatz sorgen, ohne das Smartphone einsenden zu müssen. Wenn man dann noch bedenkt, dass Samsung  trotz dieser entfernbaren Rückseite ein Gerät geschaffen hat, welches staub- und wasserdicht nach IP67 – Standard ist, kann man sagen: Gut gemacht Samsung! Da dieser Schutz natürlich nur bei geschlossenem Cover und geschlossenen Abdeckungen besteht, wird man ab und zu vom System gefragt, ob man auch alles richtig verschlossen hat.

Hersteller von Geräten mit Polycarbonatgehäuse haben es schon seit geraumer Zeit nicht leicht. Immer mehr Hersteller setzten auf gefräste Aluminiumgehäuse. Der Trend zu sagen: “Das Gerät ist von schlechter Qualität, denn es hat nur ein Plastikgehäuse.”, lässt zwar langsam wieder nach, doch bei vielen ist dieser Gedanke noch immer im Kopf. Man darf jedoch nicht vergessen, dass es sich dabei nicht um irgendein Plastik handelt. Samsung verbessert sein verwendetes Material immer weiter und bleibt seiner Linie treu. Das Material vom Galaxy S5 fühlt sich gut an und erinnert ein wenig an Kunstleder. Dabei handelt es sich aber nicht um eine Softtouchoberfläche, sondern um kratzfestes und widerstandsfähiges Polycarbonat. Samsung hat in Sachen Stabilität sein Können unter Beweis gestellt und liefert ein verwindungssteifes, stabiles Gehäuse. Bei Druck auf die Rückseite hört man ein leichtes Knarzen, doch es gibt nichts nach.

Das Display ist durch Corning-Gorilla-Glas der dritten Generation geschützt und leistet selbst gegen scharfe Gegenstände, wie zum Beispiel ein Messer, sehr guten Widerstand. Man muss also keine Angst haben, das 5,1 Zoll große Display zu verkratzen, wenn man den Schlüssel in der Tasche hat. Desweiteren hat das Gorillaglas den Vorteil, in einem gewissen Grad flexibel zu sein, was zu einer besseren Bruchsicherheit bei Stürzen führt. Reichliche Druckeinwirkung auf der Displayseite machte sich auf dem Panel in keinster Weise bemerkbar.

Ausstattung:

Samsung Galaxy S5 7
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Auch bei der Austattung hat Samsung nicht gespart und packt in das neue Galaxy S5 viele nützliche Features. Am Auffälligsten ist da der Herzfrequenzsensor, welcher sich auf der Rückseite unter der Kamera befindet. Mit Hilfe der vorinstallierten App S-Health kann durch auflegen des Fingers der Puls gemessen werden. Das klingt für manche zunächst etwas unwirklich, doch die optische Herzfrequenzmessung mit Hilfe einer LED oder eines Lasers  ist nicht ungewöhnlich. Die Sensoren, welche einem im Krankenhaus an den Finger gesteckt werden, arbeiten nach exakt demselben Prinzip. Da die Messergebnisse jedoch etwas vom Auflagedruck des Fingers abhängig sind, ist eine gewisse Abweichung von 4-7 ppm (Schlägen pro Minute) zu verzeichnen. Samsung weist daher auch explizit drauf hin, dass die Funktion nicht zur klinischen oder medizinischen Verwendung dient.

S - Healt Galaxy S5 3
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Auch ein Fingerabdrucksensor ist an Bord. Dieser liegt, wie auch beim Apple iPhone 5S, unter dem Home-Button. Es können bis zu 3 Fingerabdrücke im Gerät gespeichert werden, mit welchem das Smartphone entsperrt werden kann. Dafür muss bei der Anlegung des Profiles der Finger 8 mal gescannt werden. Dadurch wird eine sehr hohe Genauigkeit und Zuverlässigkeit erzielt. Mit dem Fingerscanner kann man nicht nur das Display entsperren, auch eine Bestätigung des Samsung-Kontos oder eine Bezahlung per Paypal ist so möglich. Ob man jedoch eine so sensible Aufgabe, wie dem Verifizieren einer Paypal Zahlung dem Fingerscanner überlassen möchte, sollte jeder für sich selbst abschätzen.

Weitere Ausstattungsfeatures sind der USB-3.0-Anschluss sowie der verbaute Infrarotsender. Mit Hilfe dieses kleinen Infrarotsender und der App “Smart Remote”, lässt sich das Samsung Galaxy S5 als Fernbedienung für alle gängigen Fernseher verwenden.

Wie bei allen aktuellen Geräten üblich, bietet auch das Samsung Galaxy S5 einen Mico-SD-Steckplatz. Dieser liest MicroSD-XC-Karten mit einer Größe von bis zu 128 GB. Damit hat man bei Bedarf eine wirklich große Menge an Speicherplatz zu Verfügung.

Kommunikation:

GPS innen Galaxy S5
GPS außen Galaxy S5

Ein Smartphone ist ein Kommunikationsgerät auf allen Ebenen. Dafür hat Samsung das S5 mit fast jeder bekannten Möglichkeit vollgepackt. Im mobilen Datennetz darf man sich über Quadband – GSM, UMTS und auch LTE freuen. Falls ihr also den entsprechenden Mobilfunk-Tarif besitzt, bekommt ihr unterwegs Downloads mit bis zu 150 Mbit/s. Falls WLAN verfügbar ist, könnt ihr Netze nach den Standards 802.11 a/b/g/n/ac nutzen. Das bedeutet, ihr könnt nicht nur das standardmäßige 2,4 GHz Band nutzen, sondern auch das 5GHz Band. Desweiteren sind weitere Verbindungsmöglichkeiten wie Bluetooth 4.0, NFC und GPS enthalten.

Samsung hält im Bereich Kommunikation noch eine weitere neue Funktion bereit. Diese nennt sich “Download Booster” und soll für noch schneller Downloads bei großen Datenmengen sorgen. Dafür werden WLAN und Handynetz simultan genutzt. Eine nette Spielerei, wie wir finden. Doch solltet ihr bedenken, dass bei großen Datenmengen auch euer Datenvolumen schnell aufgebraucht ist. Das WLAN-Modul ist, wie von Samsung gewohnt, stark genug, um auch durch 2 Zimmerwände und 8 Metern Entfernung noch 3 von 4 Balken WLAN-Empfang zu bieten.

Die Telefonfunktion des Galaxy S5 besticht durch klare und deutliche Stimmenwiedergabe des Gegenübers. Schon im normalen Zustand ist eine hohe Wiedergabe-Lautstärke möglich, sodass man auch zwischen dem Straßenverkehr den Gesprächspartner gut versteht. Wer noch mehr Lautstärke braucht, dem bleibt immer noch die Option “extra Lautstärke” oder “Lautsprecher”.  Bei der Wiedergabe über den hinteren Lautsprecher muss man jedoch eine etwas blecherne Stimme in Kauf nehmen.

Software:

S -Healt Galaxy S5 0
Smart Remote Galaxy S5

Ein Samsung Android-Gerät geht immer mit der eigens entwickelten TouchWiz-Oberfläche einher. Diese bietet ein sehr großen Funktionsumfang mit vielen mehr und weniger sinnvollen Erweiterungen. Das System basiert beim Galaxy S5 auf Android 4.4.2. Wie bei fast allen Samsung-Geräten findet man auch auf dem S5 eine Vielzahl von Bloatware  wie: kaufDa, Essen bestellen, HRS Hotels, cewe smartphoto usw. Dass es auch ohne standardmäßig zugemüllte Geräte geht, haben viele andere Hersteller schon bewiesen. Hier sollte Samsung, vor allem im High-End-Bereich, dringend nachziehen.

Ansonsten fügen sich, wie auch in älteren Modellen, die gängigen Funktionen Notfallassistent, Multi-Window, privater Modus usw. zu einem sinnvollem Gesamtpaket zusammen. Gesondert wollen wir jedoch den neuen Ultra-Energiesparmodus ansprechen. Bei diesem wird die Bildschirmwiedergabe auf Graustufen reduziert und die Nutzung von Anwendungen auf die wichtigsten beschränkt. Desweiteren werden WLAN und Bluetooth ausgeschalten. Die mobile Datenverbindung wird nur bei ausgeschaltetem Bildschirm aktiviert. Mit diesen Einstellungen kann man die Laufzeit bei geringer Akkuladung deutlich verlängern.

Kamera & Multimedia:

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Der Trend, Smartphones als Kamera-Ersatz zu verwenden, hält weiter an. Schon mit dem Galaxy-S4-Zoom hat Samsung gezeigt, dass sie gute Kameras bieten können. Beim S5 legt Samsung im Vergleich zum S4 noch 3 Megapixel oben drauf und liefert damit eine Smartphonekamera mit 16 Megapixeln. Doch Auflösung ist noch längst nicht alles. Samsung verbaut im S5 einen sehr schnellen Autofokus, welcher bei normalen Lichtverhältnissen zuverlässig arbeitet. Eine weitere tolle Neuerung ist der selektive Fokus. Wenn man diesen Modus aktiviert hat, wähl man aus, ob Vordergrund oder Hintergrund unscharf sein sollen und fokussiert dann das gewünschte Objekt an. Das Bild wird dann intern bearbeitet und der Hintergrund mit einem Weichzeichner unscharf gemacht. Ziel dieser Technik ist es, dem Bildlook von einer Spiegelreflexkamera näher zu kommen. Dieser Modus an sich funktioniert ziemlich gut, doch der Effekt sieht zu künstlich aus. Was uns gut gefiel, war der integrierte HDR-Modus. Bei schwierigen Gegenlichtsituationen werden die sonst zu dunklen Bildbereiche deutlich aufgehellt. Dabei arbeitet die Software sehr ausgewogen und dezent. Bei schlechten Lichtverhältnissen lassen die Bilddetails sehr stark nach. Das ist im High-ISO-Bereich bei solch kleinen Bildsensoren aber auch nicht anders zu erwarten. An trüben Tagen hilft der eingebaute digitale Bildstabilisator wo er kann, doch mit einem echten optischen Bildstabilisator ist der Effekt natürlich nicht zu vergleichen.

Bei der Videoaufnahme wirbt Samsung mit UHD-Aufnhame. Eine Sinnvolle Ergänzung, wie wir finden. Denn die 4K Fernseher und Monitore werden in letzter Zeit immer erschwinglicher.  Wenn ihr in UHD aufnehmt, müsst ihr jedoch auf Spielereien wie Zeitlupe, Effekte oder Bildaufnahme während des Videos verzichten. Filmt ihr hingegen in gewohnter Full-HD-Qualität stehen euch die üblichen Effekte und Stilmittel zur Verfügung. Wie auch beim fotografieren, ist die Bildqualität bei ausreichend Licht sehr gut. Bei schlechten Lichtverhältnissen gehen auch hier schnell die Details verloren.

Die beiden Vergleichs-Quartetts sind dabei immer folgendermaßen aufgebaut: oben links Smartphone-Rückkamera, oben rechts Smartphone-Frontkamera, unten links Vergleichs-DSLR ohne Blitz, unten rechts Vergleichs-DSLR mit Blitz (Vergleichskamera ist die Canon EOS 500D mit EF-S 15-55 mm).

Rückkamera Innen Galaxy S5
Frontkamera Innen Galaxy S5
Canon EOS 500D ohne Blitz innen
Canon EOS 500D mit Blitz innen
Rückkamera Außen Galaxy S5
Frontkamera Außen Galaxy S5
Canon EOS 500D ohne Blitz außen
Canon EOS 500D mit Blitz außen

Zubehör:

Samsung Galaxy S5 17
Samsung Galaxy S5 18

Beim Zubehör ist alles wie gewohnt. In der Verpackung findet ihr, neben dem Galaxy S5 selbst, ein Ladegerät, ein USB-Kabel, ein Headset und eine Bedienungsanleitung. Wer mehr Gadgets für sein Smartphone möchte, kann sich natürlich an den optionalen Zubehörteilen bedienen. Samsung bietet hier eine große Produktpalette, die von Hardcovern über Adapterkabeln bis hin zu den Smart-Watches reicht.

Eingabegeräte & Bedienung:

Wie auch bei den Vorgängermodellen der Galaxy-S-Reihe ist der verbaute Touchscreen sehr präzise und schnell. Verzögerungen oder eine geringere Empfindlichkeit an den Rändern konnten wir nicht feststellen. Der Touchscreen unterstützt Multitoucheingaben mit bis zu 10 Fingern.  Die altbekannte Gestensteuerung mit 2 oder mehr Fingern zum Zoomen, Drehen oder Verschieben funktioniert tadellos. Desweiteren sind die samsungüblichen Steuerungen, wie Wischen über das Display für einen Screenshot oder Auflegen der Handfläche auf das Display zur Stummschaltung, ebenfalls vorhanden. Manche Hersteller bieten in den Einstellungen einen sogenannten Glove-Modus an, mit dem man das Gerät im Winter auch mit Handschuhen bedienen kann.  Samsung hat solch eine Funktion auch im Angebot. Sie versteckt sich jedoch hinter der Bezeichnung “Touch-Empfindlichkeit hoch”  in den Einstellungen zur Anzeige.

Dank des 5,1 ” großen Displays hat man beim Tippen auf der Tastatur auch genügend Platz. Fehleingaben durch zu enge Tasten können so gut vermieden werden. Außerdem lässt sich die Tastatur vielfältig anpassen. Wem das Tippen nicht gefällt, kann sich immer noch der Spracheingabe und der Handschrifterkennung bedienen, doch dafür benötigt es etwas Zeit und gute Nerven.

Als kleines nützliches Feature entpuppte sich “Air View“.  Einmal aktiviert, erhält man Informationen zu Bildern und anderen Elementen, wenn man den Finger ein paar Millimeter über dem Display schweben lässt. Bei Bildern erhält man ein vergrößertes Vorschaubild und Kontakten werden detailliertere Informationen angezeigt.

Display:

Samsung Galaxy S5 15
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Charakteristisch für die Samsung-Displays sind die strahlenden, bunten Farben und der gute Kontrast. Erreicht wird dies durch das verwendete Super-AMOLED-Display. Eine weitere positive Eigenschaft dieser Displays sind die ausgesprochen guten Schwarzwerte. Das Samsung Galaxy S5 kann mit seinem, in Full-HD auflösenden, Display voll überzeugen. Im direkten Vergleich konnten wir feststellen, dass das Display vom S5 sichtbar heller ist als das vom S4. Benötigt wird diese  maximale Helligkeit aber nur im Freien bei Sonneneinstrahlung. Denn in Räumen blendet das Display auf voller Helligkeit zu stark. Die automatische Helligkeitseinstellung arbeitet zuverlässig und passt die Helligkeit gut den gegebenen Bedingungen an.

Ebenfalls bekannt sind die verschiedenen Bildschirmmodi auf den Samsung-Galaxy-Geräten. Zur Auswahl stehen die Modi Kino, Dynamisch, Foto, Standard und Adapt. Im letzten Modus erkennt das Smartphone die aktuelle Anwendung und passt den Modus automatisch an. Im Vergleich mit einem farbkalibrierten Monitor erwies sich der Modus “Kino” als am farbechtesten. Die Blickwinkelstabilität ist, wie gewohnt, auf einem sehr hohem Niveau. Selbst bei extrem flachen Winkeln unter 10°  lässt sich das Display noch gut ablesen. In Extremlagen muss man einen minimalen Kontrastverlust in Kauf nehmen.

Leistung:

Ein High-End-Smartphone benötigt nicht nur tolle Funktionen und eine gute Optik, sondern auch reichlich Leistung. Mit dem Snapdragon 801 von Qualcomm stellt Samsung diese sicher. Dieser SoC (System on a Chip) wurde im Vergleich zu Vorgängergeneration der 800er Reihe weiter optimiert. Das Resultat ist etwas mehr Leistung bei noch besserer Energieeffizienz. Der Snapdragon 801 MSM897AC besitzt vier Kerne, die jeweils mit bis zu 2,45 GHz takten. Diese vier Kerne bieten dem Galaxy S5 mehr als ausreichende Leistung,  für eine ruckelfreie Navigation durch die Touch-Wiz-Oberfläche. Flüssiges Multitasking ist ebenfalls kein Problem für den Snapdragon 801. Dank des schnellen Speichers und der guten CPU starten auch große Apps sehr schnell.

Um diese Eindrücke zu untermauern und um objektive Messergebnisse vergleichen zu können, haben wir auch das Galaxy S5 den üblichen Benchmarks unterzogen. (Da unser Smartphone-Testbereich noch sehr jung ist, können wir leider nicht auf mehr Vergleichswerte zurückgreifen. Wir möchten uns aber auch nicht auf  Werte von externen Quellen verlassen.)

Androbench Galaxy S5
Smartbench 2012 Samsung Galaxy S5
AnTuTu Galaxy S5
Linepack Galaxy S5
Geekbench Galaxy S5
3D Mark Galaxy S5

Die Benchmark-Ergebnisse im 3D-Mark-Test in den Einstellungen “Ice Storm” und “Ice Storm Extreme” konnten nicht mit aufgenommen werden, da wir jeweils das Ergebnis “Maxed Out!” bekamen, was so viel heißt, wie, der Test ist zu anspruchslos für die Hardware, um sie vernünftig bewerten zu können. Daher konnten wir das Galaxy S5 in diesem Benchmark nur in der Ultimate Version testen. Das zuvor getestete Huawei Ascend P6 hatte die Anforderungen für den Ultimatetest leider nicht erfüllt.

Spiele & Videos:

Wer auf seinem Smartphone nicht nur Casual-Games wie “Angry Birds” spielen möchte, sondern auch hier auf grafisch anspruchsvolle 3D-Games steht, der ist mit dem Samsung Galaxy S5 bestens bedient. Die starke Adreno 330 GPU-Einheit sorgte auch bei Games wie “Need for Speed Most Wanted” und “Iron Man 3″ für ein flüssiges Spielerlebnis bei höchsten Details. Videos werden auf dem S5 in allen gängigen Formaten ohne Ruckler abgespielt. Doch das Samsung Galaxy S5 kann über den Mini-HDMI-Anschluss auch mit einem Fernseher verbunden werden. Mit dem entsprechenden Endgerät können so sogar UHD-Videos abgespielt werden.

Emissionen:

Temperatuur

Im Temperaturtest macht Samsung klar, dass auch ohne ein Metallgehäuse niedrige Temperaturen zu erreichen sind. Im Idle konnten wir auf der Rückseite eine maximale Temperatur von 26,9°C messen. Auch auf der Displayseite lag die höchste Temperatur bei 27,7°C. Die Rückseite des Galaxy S5 bleibt im Idle also in etwa knapp über Raumtemperatur.

Fronttemp Idle Galaxy S5
Rücktemp Idle Galaxy S5

Unter Volllast stieg die maximal gemessene Temperatur der Rückseite auf 36,8°C an. Analog dazu stieg auch die maximale Temperatur auf der Displayseite auf 37,2°C an. Das heißt, unter Vollast kommt das Galaxy S5 in etwa auf Körpertemperatur. Für ein Smartphone sind das extrem gute Werte, wie wir finden, wenn man einmal die kompakte Bauweise betrachtet. Hier macht sich die Energieeffizienz des Snapdragon 801 definitiv bemerkbar.

Fronttemp Last Galaxy S5
Rücktemp Last Galaxy S5

 Lautsprecher

Obwohl der Lautsprecher auf der Rückseite des Samsung Galaxy S5 sehr winzig scheint, steckt doch genügend Potential in ihm. Die maximale Lautstärke ist mehr als ausreichend und auch die Klangqualität ist für einen Handy-Lautsprecher vollkommen zufriedenstellend. Selbst bei lauten Höhen und Tiefen konnten wir kaum Übersteuern feststellen. Natürlich hat auch der Samsung-Lautsprecher den etwas blechernen Klang, wie ihn die meisten Smartphones haben. Wer seine Musik mit besserer Klangqualität hören möchte, der sollte zum mitgelieferten Headset greifen. Die In-Ears haben für Zubehörkopfhörer eine gute Qualität und dürften für die meisten Leute mit durchschnittlichen Ansprüchen vollkommen genügen.

Akkulaufzeit:

Der Akku des Samsung Galaxy S5 ist im Verhältnis zum Vorgänger ein gutes Stück gewachsen und bietet nun eine Leistung von 10,78 Wattstunden. Bei den anliegenden 3,85 V ergibt das eine Kapazität von starken 2800 mAh, Damit schaft das S5 im Idle Modus 26 Stunden und 27 Minuten. Dieser Wert wird bei angeschaltetem Display mit minimaler Helligkeit ohne CPU-Belastung erreicht. Aussagekräftiger für den Alltag ist der ermittelte Wert im WLAN-Test. Bei diesem wird die Displayhelligkeit auf 50% reguliert und ein Skript im Browser ausgeführt. Dieses ruft alle 40 Sekunden eine neue Website ab. Dieses Skript wurde uns freundlicherweise von den Kollegen von notebookcheck.com zur Verfügung gestellt. Unter diesen Bedingungen hatte das Galaxy S5 genügend Strom für 9 Stunden und 54 Minuten. Wenn man das Smartphone stark belastet, sinkt die Akkulaufzeit deutlich. In unserem simulierten Volllastbetrieb konnte das S5 immerhin 4 Stunden und 2 Minuten vorweisen. Wir benutzten die Geräte während der Testzeit einige Tage wie unsere eigenen Smartphones. In diesem alltäglichen Gebrauch musste das Samsung Galaxy S5 im Schnitt nach 2 1/2 Tagen an das Ladegerät.

Akkulaufzeit Galaxy S5

Persönliches Fazit:

Dass Samsung gute Smartphones produziert ist nicht unbekannt. So haben sie es wieder einmal mehr geschafft, ein High-End-Smartphone auf den Markt zu bringen, was das Potential hat, sich auf den ersten Platz in der Bestenliste zu schieben. Im Vergleich zum Galaxy S4 wurde an sinnvollen Stellen nachgearbeitet und verbessert. Das staub- und wasserdichte Gehäuse bietet eine solide Grundlage für das performante Innenleben des Galaxy S5. Das Gesamtpaket von der überragenden Leistung des Snapdragon 801, über die sehr gute Kamera bis hin zu den vielen neuen praktischen Funktionen, wirkt stimmig und konnte uns überzeugen. Man merkt, dass es sich um ein “Next-Gen”-Smartphone handelt: Der Fokus liegt auch hier immer mehr auf dem anhaltenden Fitness- und Health-Trend. Ob einem ein Herzfrequenzsensor an einem Smartphone sinnvoll ist oder nicht, das soll jeder für sich selbst entscheiden. Samsung lässt sich die Leistung und Qualität auch gut bezahlen. Wer sich das Samsung Galaxy S5 zulegen möchte, der muss auch den aktuellen Kaufpreis von 555,00 € akzeptieren. Dafür bekommt man aber auch ein Smartphone, was so ziemlich alles kann und sich den Hardbloxx LeistungsTIPP Award verdient hat.

Positiv: 

  • starke Grafik- und Rechenleistung
  • wasser- und staubdichtes Gehäuse nach IP67
  • leistungsfähige Kamera
  • viele nützliche Funktionen, die sich gut ergänzen
  • hochauflösendes großes Display
  • gute Akkulaufzeit
  • USB-3.0-Anschluss

Negativ:

  • überflüssige und nervende Bloatware
  • Schwächen bei der “Random Read and Write”-Performance

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LeistungsTIPP Award

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Euer Hardbloxx-Team