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Test/Testbericht: Samsung Galaxy Note 10.1 2014 Edition LTE



Viele Leute verwenden Tablets hauptsächlich als Konsumgeräte, um in Internet zu surfen, Videos zu schauen oder um ein paar Spiele zu spielen. Doch Tablets könnnen durchaus als produktives Arbeitsgerät verwendet werden. Auch Samsung hatte diesen Trend erkannt und 2012 das Galaxy Note 10.1 auf den Markt gebracht. Das Produkt hatte sich gut geschlagen und verkaufte sich gut. Doch nach fast 2 Jahren war es Zeit für ein neues Tablet dieser Art und so wurde Ende 2013 das Samsung Galaxy Note 10.1 2014 Edition veröffentlicht. Samsung packt in dieses Tablet die neuesten Hardwarekomponenten mit jeder Menge Rechenleistung, ein hochauflösendes Display und den bekannt Digitizer (S-Pen). Ob die Kombination ebenfalls so gut ist wie das Vorgängermodell und ob es die Leistung bringt, die es verspricht, könnt ihr nun in unserem Test lesen. Bei unserem Testmodell handelt es sich um die LTE-Version mit dem Snapdragon 800 Chip.

Technische Daten:

  • Betriebssystem: Android 4.3 mit Touch Whizz Oberfläche
  • Prozessor: Qualcomm Snapdragon 800 Quadcore CPU mit 2,26 GHz
  • Arbeitsspeicher: 3072 MB
  • Display: 10.1 Zoll WQXGA Super-clear-LCD mit 2560 x 1600 Pixeln
  • Interner Speicher: 16 GB
  • Kamera: 8 MP Rückkamera und 2 MP Frontkamera
  • Akku: 8220 mAh
  • Gewicht: 547g

Gehäuse:

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Bei Samsung braucht man aktuell nicht auf ein komplett anderes Design hoffen. Wieso auch etwas grundlegend verändern, was zuverlässig funktioniert. Somit erwartet euch auch beim Samsung Galaxy Note 10.1 2014 das typische Samsung Design. Doch im Gegensatz zu den älteren Modellen setzt Samsung beim neuen Tablet, wie auch beim neuen Galaxy Note 3 auf eine edlere Oberfläche. Die Rückseite des Tablets ist nicht mehr einfach nur eine glatte Plastik-Oberfläche. Es wird zwar immer noch Polycarbonat verwendet, doch mit einer Oberfläche die Leder imitiert. Das sieht nicht nur gut aus, sondern fühlt sich auch sehr angenehm an. Am Rand der Rückseite befinden sich sogar imitierte Ziernähte, welche diesen “Buchrücken”-Eindruck unterstreichen. Das Gehäuse ist samsungtypisch in silberner Metalloptik umrundet. Auch zeigen sich nur kleine Veränderungen. Der Rand ist nunmehr nicht ganz glatt, sondern wird von kleinen Rillen durchzogen. Auf der Frontseite fällt einem zuerst der physikalische Home-Button ins Auge. Nutzer aktueller Samsung Mobilgeräte dürften diesen schon kennen, doch auf den Vorgängermodellen wie dem alten Note 10.1 gibt es diesen nicht. Einige Nutzer des neuen Galaxy Note 10.1 2014 Edition klagen über ein Knarzen des Gehäuses in der Nähe des Home-Buttons. Wir konnten bei unserem Testgerät keinerlei Probleme feststellen. Das Gehäuse  ist stabil und lässt sich nicht verformen. Beim Versuch, das Tablet zu verdrehen, knackte und knarzte das Tablet kein bisschen. Interessant ist auch, dass das neue Model 1 mm dünner und 50 Gramm leichter ist als das alte Galaxy Note 10.1.  Mit insgesamt 547 Gramm ist das Note 10.1 2014 angenehm leicht, sodass man es ohne Probleme für mehrere Stunden in den Händen halten kann. Wer sich für das neue Note entscheidet, der kann sich bei den Farben, wie gewohnt, zwischen Schwarz und Weiß entscheiden.

Ausstattung:

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Das Galaxy Note 10.1 2014 Editionen ist in Bezug auf die Ausstattung ein typisches Samsung-Tablet. Oben am Gerät findet man, wie immer, den ON-/OFF-Button und die Lautstärke-Wippe. Desweiteren befindet sich an der oberen Gerätekante der Infrarotsender für die Fernbedienungsfunktion. Auf der rechten Seite befinden sich die Einschübe für SIM-Karte und Micro-SD Karte, wobei diese Speicherkarten mit einer Größe bis zu 64 GB unterstützen. Der S-PEN lässt sich ebenfalls auf der rechten Seite im Gerät versenken. Die neue Position des S-Pens stellt eine kleine, aber feine Verbesserung zum Vorgängermodell dar, denn bei diesem war der S-Pen unten im Gerät verstaut. Wenn das Tablet nun leicht angekippt vor einem lag, konnte man den S-Pen nicht mehr ohne Probleme herausziehen. Dank der neuen Position des S-Pens gehört dieses Problem der Vergangenheit an. Den 3,5 mm Klinken-Anschluss findet ihr auf der linken Seite des Gehäuses. Der Snapdragon 800 Chip unterstützt den aktuellen USB-3.0-Standard. Warum Samsung im Galaxy Note 10.1 2014 jedoch einen USB-2.0-Anschluss verbaut hat, können wir absolut nicht nachvollziehen. Denn der kleine Bruder des Tablets, das Galaxy Note 3, besitzt ebenfalls den Snapdragon 800 Chip und hat einen USB-3.0-Anschluss verbaut.

Kommunikation:

Im neuen Galaxy Note 10.1 2014 Edition findet ihr so ziemlich alles, was ihr euch wünschen könntet. Wie bei jedem Tablet habt ihr WLAN an Board, welches in den Standards 802.11 a/b/g/n/ac funkt. Das Tablet erlaubt es euch also, auch das 5 GHz Frequenz-Band zu nutzen, falls euer Router diese Funktion unterstützt. Sobald ihr außer Haus geht und euren WLAN-Empfangsbereich verlasst, steht euch mobiles Internet in Form von 3G oder 4G Datenverbindungen zur Verfügung.  Natürlich könnt ihr die LTE-Verbindung nur nutzen, wenn ihr einen dementsprechenden Tarif bei eurem Provider gewählt habt. Solltet ihr LTE nicht nutzen können, wählt das Funkmodul automatisch die 3G Frequenzen aus. Doch damit nicht genug. Das Samsung Galaxy Note 10.1 2014 bietet euch außerdem Bluetooth 4.0 sowie ein Infrarot-Modul, damit könnt ihr zu nahezu jedem Endgerät eine Verbindung aufbauen, egal ob es nun eine Soundanlage oder ein Fernseher ist. Mit der integrierten DLNA-Unterstützung könnt ihr Multimedia-Inhalte wie Bilder, Videos oder Musik über das Netzwerk streamen.

Die Mobilfunkverbindung kann aber nicht nur für eine Datenübertragung genutzt werden, denn Samsung spendiert dem Galaxy Note 10.1 2014 auch eine Telefonfunktion bei eingesetzter SIM-Karte. Telefoniert werden kann nur über die eingebauten Lautsprecher. Die Sprachqualität ist bei der Wiedergabe über die Lautsprecher in Ordnung, wir empfehlen jedoch die Verwendung eines Headsets. Außerdem bietet Samsung einen optionalen Bluetooth S-PEN mit Telefonfunktion an. Ob ihr euch nun einen Stift an das Ohr halten wollt oder lieber ein normales Headset nutzt, das ist euch überlassen.

Wie bei fast allen aktuellen Geräten, ist auch im Galaxy Note 10.1 2014 Edition ein GPS-Modul verbaut. Dieses arbeitet unter freiem Himmel sehr präzise und kann mit schneller Positionsbestimmung punkten.

 Software:

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Obwohl es sich beim Note 10.1 2014 um ein topaktuelles Gerät handelt, ist Android 4.3 an Board und nicht das neueste Kitkat. Ein Update auf Android 4.4 hat Samsung zwar angekündigt, doch ist noch unbekannt, wann das Update verfügbar sein soll. Zum Android 4.3 System packt Samsung seine hauseigene TouchWiz-Oberfläche. Mit dieser gab es in vergangener Zeit öfters Probleme auf diversen Geräten. So scheint es auch auf dem neuen Note 10.1 2014 der Fall zu sein. Denn trotz der massiven Leistung des Snapdragon 800 läuft die Bedienung der Oberfläche nicht flüssig. Beim Wechsel zwischen den Homescreens kommt es immer wieder zu kleinen Rucklern und vorinstallierte Apps brauchen ab und zu etwas länger zum Starten als üblich. Vielleicht hätte Samsung einfach die überflüssige Bloatware in Form von “HRS Hotels”, “Scrapbook” , “NY Times”  oder  “Businessweek+” weglassen sollen. Diese Apps lassen sich auch nicht einfach deinstallieren. Wer sich von dieser Software trennen möchte, benötigt den vollen Root-Zugriff, welcher jedoch mit Verlust der Garantie einhergeht. Wie bei den Geräten mit S-Pen üblich, sind auf dem Tablet die Apps S-Note und SketchBook vorinstalliert.

Kameras & Multimedia:

Bei den Kameras lehnt sich Samsung nicht all zu weit aus dem Fenster und spendiert dem Tablets zwei Kameras mit gängigen Auflösungen. Der Sensor der Rückkamera bietet 8 MP Auflösung und der Sensor der Frontkamera 2MP Auflösung. Im Vergleich zu manch anderem Mobilgerät ist das relativ wenig. Doch es kommt oft weniger auf die Auflösung an, als viel mehr auf die Qualität der verbauten Optik. In diesem Bereich hat Samsung genügend Erfahrung im Smartphonebereich gesammelt und bringt dieses Know-How auch in diesem Tablet zum Einsatz.

Die beiden Vergleichs-Quartetts sind dabei immer folgendermaßen aufgebaut: oben links Smartphone-Rückkamera, oben rechts Smartphone-Frontkamera, unten links Vergleichs-DSLR ohne Blitz, unten rechts Vergleichs-DSLR mit Blitz (Vergleichskamera ist die Canon EOS 500D mit EF-S 15-55 mm).

Rückkamera Innen Note 10_1
Frontkamera Innen - Note 10_1
Canon EOS 500D ohne Blitz innen
Canon EOS 500D mit Blitz innen
Rückkamera Außen Note 10_1
Frontkamera Außen - Note 10_1
Canon EOS 500D ohne Blitz außen
Canon EOS 500D mit Blitz außen

In der ersten Serie von Vergleichsbildern sieht man, dass sowohl Front- als auch Rückkamera mit Gegenlichtaufnahmen etwas Probleme haben und die Belichtung nicht ganz korrekt ausfällt. Auf der zweiten Bilderserie sieht man jedoch deutlich, dass die Qualität der Fotos gut ist und locker für ein paar Schnappschüsse ausreicht.

Zubehör:

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Die Verpackung des Galaxy Note 10.1 2014 Edition ist wie bei den meisten aktuellen Samsung-Geräten in einer Holzoptik gehalten. Ob dieses nun schön oder gar besser ist als die alten Verpackungen, liegt wohl im Auge des Betrachters. Doch wichtiger als das Aussehen der Verpackung ist der Inhalt. Zum Lieferumfang gehören neben dem Tablet selbst ein USB-Netzteil, ein Micro-USB-Kabel, eine Bedienungsanleitung und Ersatzminen für den S-Pen. Wer sich ein Headset erhoffte, um die Telefonfunktion besser nutzen zu können, der wird von Samsung enttäuscht. Bei einer UVP von 679,00€ hält es Samsung anscheinend nicht für nötig, ein Headset beizulegen.

Touchscreen & Bedienung:

Wie bei jedem Tablet erfolgt die Eingabe auf dem Gerät vorwiegend über den Touchscreen und die Softkey Tasten am Bildschirmrand. Die Multitouchfunktion funktionierte zuverlässig und Eingaben mit bis zu 10 Fingern wurden ohne Probleme verarbeitet. Eine Zeitverzögerung bei der Eingabe konnten wir in keinem unserer Testfälle feststellen. Wie schon zu Beginn des Tests erwähnt, setzt Samsung beim Note 10.1 2014 auf einen physikalischen Home-Button. Einen großen Unterschied in der Bedienung macht das unserer Meinung nach nicht. Einmal hatten wir beim Schreiben mit dem S-Pen jedoch das Problem, das wir auf die Home-Taste gekommen sind und somit aus der App geworfen wurden. Nach einer kurzen Eingewöhnung ist dieses Problem jedoch weitestgehend vermeidbar.

Natürlich bietet das Note 10.1 2014 Edition noch eine weitere besondere Funktion, welche für die meisten Leute der entscheidende Kaufgrund ist. Die Rede ist von dem S-Pen. Seit dem Galaxy Note und Note 10.1 führt Samsung diesen Digitizer in der Note-Serie mit und integriert ihn sinnvoll für die Bedienung des Tablets. Sobald man den S-Pen aus dem Gehäuse entfernt, wird dies vom Tablet registriert und es öffnet sich ein Auswahlmenü, in dem man einen Schnellzugriff auf die wichtigsten S-Pen-Funktionen hat. Diese Funktion gab es beim alten Note 10.1 nicht und ist eine deutliche Verbesserung in der Handhabung. Wie schon beim älteren Note-Model legt Samsung 2 verschiedene Arten von Mienen für den S-Pen bei. Entweder ihr nutzt die Hartplastikspitze, welche leichter über das Display gleitet, jedoch weniger Feedback gibt oder die Miene mit Softtip, welche etwas schwerer über das Display gleitet, dafür aber mehr  “Papier-Gefühl” vermittelt.

 S-Pen Special:

Da viele von euch vielleicht gern mehr zum S-Pen und dessen Einsatzmöglichkeiten, Stärken und Schwächen und Tricks wissen möchten, haben wir uns dazu entschlossen, ein kleines Special zu diesem Thema anzubieten.

Der S-Pen bietet zum ersten die Möglichkeit, die Bedienung und Navigation deutlich zu erleichtern. Beim Browsen zum Beispiel könnt ihr Links und Schaltflächen deutlich präziser anwählen. Wenn ihr den Stift knapp über dem Display haltet, könnt ihr außerdem Menüs auf Internetseiten aufrufen, welche bei der Bedienung mit dem Finger oft Probleme machen. Wenn ihr auf einer Seite eine nützliche Information oder ein wichtige Grafik gefunden habt, könnt ihr diese Ausschneiden, indem ihr die Taste am Stift gedrückt haltet und den interessanten Bereich auswählt. Der Bereich wird als Screenshot in die Zwischenablage kopiert und kann nun ganz  einfach in S-Note eingefügt werden und mit Notizen versehen werden. Damit könnt ihr wichtige Informationen in kürzester Zeit schnell festhalten.

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Manche von euch wollen mit dem S-Pen vielleicht digitale Mitschriften in Besprechungen, in der Schule oder in der Uni anfertigen. Auf dem alten Note 10.1 Model war S-Note dafür sehr gut geeignet. Die neue Variante von S-Note ist dafür leider nicht mehr so gut geeignet, da die Bedienung um einiges umständlicher geworden ist. Somit ist S-Note nur noch zum Anfertigen von kleinen Notizen brauchbar. Doch die App “Lecture Notes” bietet euch dieselben Funktionen wie das alte S-Note und sogar ein klein wenig mehr. Ihr könnt mit Hilfe der App und dem S-Pen handschriftlich Aufzeichnungen anfertigen und diese in einer Bibliothek übersichtlich ordnen, eure Aufzeichnungen als PDF exportieren und drucken oder auch PDFs importieren und handschriftlich bearbeiten. Mit diesen tollen Funktionen ist das Tablet nicht länger nur ein Kosumgerät, sondern ein echtes Arbeitsgerät, mit dem ihr produktiv arbeiten könnt. Für alle, die mit dem Note viele handschriftliche Aufzeichnungen anfertigen wollen, empfiehlt sich jedoch der Kauf eines dickeren und größeren S-Pen. Denn durch die dünne Bauweise des integrierten Stifts kann nach ein paar Stunden schreiben die Hand schon einmal etwas schmerzen.

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Die Genauigkeit beim Schreiben ist auf dem Note 10.1 2014 sehr gut und man bekommt ein schönes Schriftbild. Die Verzögerung bei der Eingabe wurde dank des stärkeren Prozessors deutlich verkürzt und fällt nun kaum noch auf.

Display:

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Bei 10-Zoll-Tablets hat sich die Full-HD-Auflösung als guter Standard eingebürgert. So manches günstigere Tablet liegt auch darunter, die richtig guten aber auch gern darüber. Samsung spendiert dem Note 10.1 2014 Edition ein WQXGA Super-Clear-LCD-Display, welches mit 2560 x 1600 Pixeln auftrumpft. Das ist für ein 10-Zoll-Tablet eine beachtliche Auflösung, die euch bei dieser Größe eine Pixeldichte von knapp 300 ppi liefert. Damit liegt das neue Note 10.1 auf Augenhöhe mit dem Google Nexus 10. Bei der Wiedergabe von hochauflösenden Fotos und Full-HD-Filmen kann das Tablet sehr gut zeigen, was in ihm steckt. Auch sehr positiv ist die Darstellung von Schwarz auf dem Display. Denn es ist kein dunkels Grau oder Dunkelblau, sondern ein richtig tiefes, sattes Schwarz. Die verschiedenen Displaymodi, welche zur Verfügung stehen, sind samsungtypisch. Die beste Farbwiedergabe ohne größere Farbverfälschung konnten wir dabei dem “Video-Modus” zuschreiben. Im Vergleich mit einem farbkalibrierten Monitor kam es hier zu den geringsten Abweichungen. Bei der Blickwinkelstabilität machte das Tablet ebenfalls eine gute Figur und selbst bei sehr flachen Winkeln, war das Display noch gut ablesbar.

Leistung:

Qualcomm präsentierte den Snapdragon 800 vor einiger Zeit und die Welt war gespannt, was dieser Chip leisten konnte. Samsung verbaut ihn im neuen S4 und eben im Note 10.1 2014 Edition. Jedoch findet dieser Chip nur in den LTE-Varianten Verwendung, denn in diesem SoC ist schon ein LTE-Modul integriert. Der Snapdragon 800 arbeitet mit einem CPU-Kerntakt von bis zu 2,26GHz und unterstützt bis zu 3GB Arbeitsspeicher, welche Samsung auch voll ausnutzt. Mit diesem Paket ist es auch kein Problem, mit mehreren Fenstern zu arbeiten oder mehrere Programme gleichzeitig auszuführen. Die Andreno 330 GPU-Einheit taktet mit 450 MHz und bietet genügend Leistung, um selbst 4k-Inhalte wiederzugeben und an den Fernseher zu streamen. Wir hatten schon erwähnt, dass es beim Wechsel zwischen den Homescreens zu kleinen Rucklern kam. Dies dürfte aber weniger der Hardware geschuldet sein, als viel mehr der TouchWiz-Oberfläche, denn dieses Problem bestand auch in vorherigen Generationen. Um die theoretische Leistung unter Beweis zu stellen, müssen die Tablets auf unsere Benchmarkstrecke. Dabei prüfen wir mit Apps wie 3D Mark, Androbench, Antutu, Geekbench und anderen, was die Geräte leisten können.

Androbench Note 10.1
Smartbench 2012 Note 10_1
Antutu 4.0 Note  10_1
Linepack Note 10_1
Geekbench 3 Note 10_1
3D Mark Note 10_1

Die Benchmark-Ergebnisse im 3D-Mark-Test in den Einstellungen “Ice Storm” und “Ice Storm Extreme” konnten nicht mit aufgenommen werden, da wir jeweils das Ergebnis “Maxed Out!” bekamen, was so viel heißt, wie, der Test ist zu anspruchslos für die Hardware, um sie vernünftig bewerten zu können. Daher konnten wir das Galaxy Note 10.1 2014 Edition in diesem Benchmark nur mit dem alten Note 10.1 vergleichen.

Spiele & Videos:

Man kann es vielleicht schon aus den Benchmarks entnehmen, aber bei Spielen, welche grafisch aufwendig sind, dreht das Note 10.1 2014 richtig auf und zeigt, was in ihm steckt. Alle aktuellen 3D-Titel mit guter Grafik laufen ohne Probleme. Need for Speed Most Wanted und Iron Man 3 laufen butterweich ohne den kleinsten Ruckler. Andreno 330 GPU Einheit holt hier alles aus den Spielen heraus und sorgt dafür, dass man sich über die höchsten Detaileinstellungen freuen darf. Außerdem haben wir das Note 10.1 2014 Edition über einen MHL-Adapter mit mit dem Fernseher verbunden. Auch da werden die Spiele absolut flüssig und ohne Ruckler dargestellt. Es lässt sich mit dem neuen Note 10.1 also nicht nur arbeiten, sondern auch gut zocken. Damit ihr euch selbst ein Bild von der Gaming-Performance machen könnt, hier ein Video für euch:

Die Videowiedergabe auf dem Gerät selbst ist sehr gut. Das hochauflösende Display gibt feinste Details bei Full-HD-Inhalten perfekt wieder. So macht Filme Schauen auf mobilen Geräten wirklich Spaß. Der integrierte Mediaplayer unterstützt eine Vielzahl an Formaten und läuft stabil. Natürlich habt ihr auch die Möglichkeit, via MHL-Adapter oder DLNA-Verbindung Videos an euren Fernseher zu streamen.

Emissionen:

Temperatur

Im Temperaturtest stellte Samsung eindrucksvoll unter Beweis, dass auch ohne ein Aluminiumcase niedrige Temperaturen möglich sind. Im Idle konnten wir auf der Rückseite eine maximale Temperatur von 32,7°C unten am Gerät messen. Auf der Diplayseite lag die höchste Temperatur bei 33,1 °C. Im Durchschnitt liegen die Temperaturen im Idle jedoch zwischen 28°C und 29°C.

Note 10_1 Fronttemp Idle
Note 10_1 Rücktemp Idle

Wesentlich interessanter ist jedoch der Punkt, dass das Gerät unter Vollast nur wenige Grad wärmer wird und auch dann noch angenehm in der Hand liegt. Wir konnten im Lastzustand eine maximale Temperatur von 36,2°C auf der Displayseite und 35,3°C auf der Rückseite messen. Beachtliche Ergebnisse für ein Tablet mit solch potenter Hardware und Polycarbonat-Gehäuse.

Note 10_1 Fronttemp Last
Note 10_1 Rücktemp Last

Lautsprecher 

Die Lautsprecher lagen beim alten Galaxy Note 10.1  auf der Vorderseite des Gehäuses und beschallten einen direkt. Beim neuen Model entschied sich Samsung dafür, die Lautsprecher an den Geräteseiten unterzubringen. Dadurch, dass sie etwas nach oben versetzt wurden, besteht auch nicht das Problem, dass man die Lautsprecher beim Festhalten des Tablets verdeckt. Die neue Position der Lautsprecher gefällt uns gut, da die Töne einen nicht direkt treffen und der Sound dadurch ein wenig räumlicher klingt. Die Lautstärke ist dabei vollkommen ausreichend. Wir empfehlen, den Lautstärkeregler nicht über die 80%-Marke zu schieben, da die Töne sonst blechern klingen und die Lautsprecher in den Höhen übersteuern. Bei der Wiedergabe über Kopfhörer bot sich uns ein ausgeglichenes Klangbild, welches über verschiedene Equalizeroptionen nach Belieben anpassbar ist.

Akkulaufzeit:

Bei so einer kräftigen Hardware muss auch genügend Strom vorhanden sein. Samsung hat dafür einen ordentlichen 8.220-mAh-Akku verbaut, welcher theoretisch genügend Power haben sollte, um das Tablet lange Zeit mit Strom zu versorgen. Im simulierten Volllastbetrieb von CPU- und GPU-Einheit hielt das Note 10.1 2014 Edition 4 Stunden und 58 Minuten durch. Für die meisten von euch ist die Akkulaufzeit bei durchschnittlicher Nutzung wahrscheinlich interessanter. Beim WLAN-Test ist das Display auf 50% Helligkeit eingestellt und im Browser wird über ein Skript alle 40 Sekunden eine neue Seite aufgerufen. Das Skript wurde uns freundlicherweise von Notebookcheck zur Verfügung gestellt. Unter diesen Bedingungen ging das Tablet erst nach 10 Stunden und 4 Minuten aus. Im Idle Modus (keine Aktivität, Display bei minimale Helligkeit, dauerhaft an) hält der Akku ganze 19 Stunden und 20 Minuten

Akkulaufzeit Note 10.1 2014

Persönliches Fazit:

Samsung liefert mit dem Galaxy Note 10.1 2014 Edition einen Nachfolger, der sich sehen lassen kann. Das Tablet punktet durch starke Performance, gute Verarbeitung und ein perfektes Display. Das Arbeiten, Surfen und auch Spielen macht auf dem neuen Note 10.1 richtig Spaß. Auf einer längeren Zugfahrt oder auch auf dem Sofa kann man Filme dank des WQXGA-Display in einer super Qualität genießen. Die Benutzeroberfläche läuft nocht nicht ganz rund, doch hier besteht die Hoffnung, dass Samsung mit ein paar Updates nachbessert. Außerdem hätten wir uns bei dem Lieferumfang angesichts des knackigen Preises ein Headset und eventuell ein OTG-Kabel gewünscht. Wer nur produktiv sein möchte und ein echtes Arbeitstier sucht, der dürfte in der Windows-Tablet-Abteilung besser aufgehoben sein. Sucht ihr jedoch einen guten Allrounder, der neben der Arbeitsmöglichkeit auch Unterhaltung bietet, dann liegt ihr mit dem Galaxy Note 10.1 2014 Edition genau richtig. Man kann das Tablet mit gutem Gewissen als solides und starkes Gerät mit kleinen Schwächen betiteln, welches sich einen Leistungstipp allemal verdient hat.  Aktuell könnt ihr das Tablet für angemessene 580€ bekommen.

LeistungsTIPP

Positiv:

  • gute Verarbeitung
  • sehr hohe Displayauflösung
  • gute Akkulaufzeit
  • S-PEN
  • LTE-Verbindung
  • sehr starke Leistung

Negativ:

  • dürftiges Zubehör
  • kleine Ruckler zwischen den Homescreens
  • zu viel überflüssige Bloatware

Den besten Preis zum Samsung Galaxy Note 10.1 2014 Edition LTE findet ihr hier.

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Euer Hardbloxx – Team

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